Der Materialismus des achtzehnten Jahrhunderts.
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mögen, sind einzig und allein aus seinen Schriften abstrahirt, unddiese Schriften haben bei aller tendenziösen Rhetorik und leichtfertigenWitzelei doch einen beträchtlichen Kern gesunder Gedanken.
Wir brauchen es daher Friedrich dem Grossen nicht so sehr zuverübeln, dass er sich dieses Mannes annahm, und ihn, als ihm selbstin Holland der Aufenthalt verboten wurde, nach Berlin berufen liess,wo er Vorleser des Königs wurde, eine Stelle an der Academie er-hielt, und seine ärztliche Praxis wieder aufnahm.
Von den späteren Schriften De la Mettries ist die kurze Abhand-lung unter dem Titel Thomme plante beachtenswertli wegen des darinenthaltenen Versuchs, die gesammte organische Natur in ihrer innernEinheit als eine lückenlose Stufenfolge verwandter Formen aufzufassen.Wie der Ausgang der Naturgeschichte der Seele an Condillac erinnert,so müssen uns hier die gleichzeitigen Bestrebungen Ruffons einfallen,der in seinem grossen naturhistorischen Werke den Namen des Schöpfersnur „aus Rücksicht auf den Sprachgebrauch“ anwandte und im GrundeMaterialist war, ohne sich zu seiner Ansicht offen zu bekennen. ImGanzen war l)e la Mettrie keine productive Natur. Wie er auf me-dicinischem Gebiet hauptsächlich durch Uebersetzungen und Bearbeitungfremder Gedanken wirkte, so schrieb er später sich selbst aus. Einerseiner deutschen Gegner ging so weit, ihn des Plagiates am Brief-wechsel vom Wesen der Seele zu beschuldigen; ohne Zweifel nichtmit Grund. Die Gedanken, denen De la Mettrie Worte verlieh, lagenso allgemein in der Zeit, dass es unmöglich sein wird, an allen Punk-ten die Frage der Priorität zu entscheiden. Es wäre aber nicht zweck-mässig gewesen, irgend einen andern Vertreter des Materialismus,etwa Diderot oder Cabanis voranzustellen und, nach dem Plane unseresWerkehens, gleichsam als Vertreter der hierher gehörigen Zeitgedanken,ausführlicher zu behandeln. An Priorität steht ihm unter den be-kannteren 'französischen Materialisten wenigstens Keiner entschiedenvoran; es hat auch Keiner wesentliche Gedanken ausgesprochen, dienicht bei De la Mettrie zum mindesten in kurzen Andeutungen schonvorhanden wären, und während Andere entweder hinter dem Bergehielten, wie Buffon, oder sich überhaupt in den Hauptfragen gar nichtzu entscheiden wagten, wie d’Alembert, oder endlich erst nach einerlangen Entwickelungsgeschichte zum wirklichen Materialismus über-gingen, wie Diderot, hat De la Mettrie seinen ganzen Standpunkt so-fort offen dargelegt.
Es wäre auch noch ein Wort über die vielbesprochene Ober-