Der Materialismus des achtzehnten Jahrhunderts.
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der zweite — sofern dieser Ausdruck noch anwendbar ist — dieTheologie. Gleich in der Vorrede zeigt sich, dass das Streben fürdie Glückseligkeit der Menschheit zu wirken der wahre Ausgangspunktdes Verfassers ist.
„Der Mensch ist unglücklich 1 ,“ beginnt die Vorrede, „bloss weiler die Natur misskennt. Sein Geist ist so von Vorurtkeilen angesteckt,dass man glauben sollte, er sei für immer zum Irrthum verdammt;die Fesseln des Wahns, mit denen man von der Kindheit an ihnumschlingt, sind so mit ihm verwachsen, dass man sie nur mit dergrössten Mühe ihm wieder nehmen kann. Zu seinem Unglück strebter sich über die sichtbare Welt zu erheben und stets belehren ihnschmerzliche Erfahrungen über die Nichtigkeit seines Beginnens. DerMensch verachtete das Studium der Natur, um Phantomen nachzujagen,die gleich Irrlichtern ihn blendeten und ihn ablenkten von dem ein-fachen Pfade der Wahrheit, ohne die er nicht zum Glücke gelangenkann. Es ist daher Zeit, in der Natur die Heilmittel gegen die Uebelzu suchen, in welche die Schwärmerei uns gestürzt hatte. — Es giebtnur eine Wahrheit und sie kann niemals schaden. Vom Irrthumstammen die schmählichen Ketten, mit denen Tyrannen und Priesterallerwärts die Nationen zu fesseln vermochten; vom Irrthum stammtedie Sclaverei, der die Nationen erlegen sind; vom Irrthum die Schreckender Religion, die bewirkten, dass die Menschen in Furcht verdumpftenoder in Fanatismus sich würgten für Phantome. Von Irrthum stammtder eingewurzelte Hass und die grausamen Verfolgungen; das be-ständige Blutvergiessen und die empörenden Tragödien, deren Schau-platz die Erde werden musste im Namen der Interessen des Himmels.“
„Versuchen wir daher die Uebel der Vorurtheile zu verscheuchenund dem Menschen Muth und Achtung vor seiner Vernunft einzu-flössen! Wer auf jene Träumereien nicht verzichten kann, mögewenigstens Andern verstatten, sich ihre Ansichten auf ihre Weise zubilden und sich überzeugen, dass es für die Erdenbewohner haupt-sächlich darauf ankomme, gerecht, wohlthätig und friedsam zu sein.“
Fünf Kapitel behandeln die allgemeine Grundlage der Natur-betrachtung. Die Natur, die Bewegung, der Stoff, die Gesetzmässigkeitalles Geschehens und das Wesen der Ordnung und des Zufalls sinddie Gegenstände, an deren Untersuchung Holbach seine Fundamental-sätze anknüpft. Unter diesen Kapiteln ist es besonders das letzte,welches durch seine schroffe Beseitigung jedes Restes von Teleologiedie Deisten von den Materialisten für immer trennte, und welches