Die neueren Naturwissenschaften.
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listischen Methode sprechen kann, welche für den Ausbau der Wis-senschaften eben so wichtig war, wie der idealistische Trieb für dieGrundlegung. Der sporadische Materialismus zeigt sich im Alterthumfruchtbar, während die consequenten Materialisten in ihrem Hang zurBeschaulichkeit den Werkstätten der Wissenschaft fern blieben.
Wenn wir das idealistische Element in dem Fortschritt der Na-turwissenschaften als ein persönliches, das materialistische als einsachliches bezeichneten, so lässt sich dies nun, wo wir mit Kantzu den anthropologischen Quellen aller Metaphysik hinabgestiegen sind,näher bestimmen.
Der Materialismus vertraut den Sinnen. Auch seine Metaphy-sik ist nach Analogie der Erfahrungswelt gebildet. Seine Atomesind kleine Körperchen. Man kann sie sich zwar nicht so kleinvorstellen, wie sie sind, weil das jede menschliche Vorstellung über-steigt; man kann sie sich aber doch vergleichsweise vorstellen, alssähe und fühlte man sie. Die ganze Weltauffassung des Materialistenist vermittelt durch die Sinnlichkeit und durch die Kategorien desVerstandes. Grade diese Organe unsres Geistes sind aber vorwie-gend sachlicher Natur. Sie geben uns Dinge, wenn auch kein Dingan sich. Die tiefere Philosophie kommt dahinter, dass diese Dingeunsre Vorstellungen sind; sie kann aber nichts daran ändern, dassgrade die Classe derjenigen Vorstellungen, welche sich durch Ver-stand und Sinnlichkeit auf Dinge beziehen, die grösste Beständigkeit,Sicherheit und Gesetzmässigkeit hat, und eben deshalb auch vermuth-licli den strengsten Zusammenhang mit einer von ewigen Gesetzengeregelten Aussenwelt.
Auch der Materialismus dichtet, indem er sich die Elemente derErscheinungswelt vorstellt, aber er dichtet in naivster Weise nachAnleitung der Sinne. In dieser beständigen Anlehnung an diejeni-gen Elemente unsrer Erkenntniss, welche die geregeltste Funktionhaben, besitzt er eine unerschöpfliche Quelle reiner Methodik, einenSchutz vor Irrthum und Phantasterei und einen lautern Sinn für dieSprache der Dinge.
Er leidet aber auch an einer gemüthlichen Zufriedenheit mitder Erscheinungswelt, welche Sinneseindruck und Theorie zu einemunauflöslichen Ganzen verschmelzen lässt. Wie der Trieb fehlt, überdie scheinbare Objektivität der Sinneserscheinungen hinauszugehen,so fehlt auch der Trieb, durch paradoxe Fragen den Dingen wiedereine ganz neue Sprache zu entlocken, und zu solchen Experimenten