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Zweites Buch. Zweiter Abschnitt.
gedehnter kleinster Körperchen abhängig zu machen. Redtenbacherz. B. macht gegen Cauehy nur seine Elasticitätsachsen geltend, nichtaber die Wirklichkeit der Materie. Anderseits dürfen wir uns nichtverhehlen, dass Büchners August, wie es vennuthiieh auch im Planedes Verfassers liegt, die Ansichten fast aller der Laien ausspricht,welche sich mit diesen Fragen mehr oder weniger befasst haben. DerGrund dafür dürfte aber darin liegen, dass man sich von der sinnlichenVorstellung der zusammengesetzten, compakt scheinenden Körper, wieunser Tastgefühl und unser Auge sie uns darbieten, nicht hinlänglichfrei machen kann. Der Physiker von Fach, wenigstens der mathe-matische Physiker, kann in seiner Wissenschaft auch nicht den klein-sten Schritt tliun, ohne sich von diesen Vorstellungen frei zu machen.Alles was ihm vorkommt, ist eine Wirkung von Kräften, zu denen derStoff ein an und für sich ganz leeres Subjekt bildet. Die Kraft aberlässt sich nun einmal nicht in adäquater Weise sinnlich vorstellen;man hilft sich durch Bilder, wie die Linien der Figuren zu Lehrsätzender Mathematik, ohne je diese Bilder mit dem Begriff der Kraft zuverwechseln. Wie sich diese beständige Gewöhnung an eine abstraktegeistige Auffassung der Kraft für den Fachmann leicht auf den Be-griff des Stoffes überträgt, mag uns noch das Beispiel eines Physikerszeigen, dessen Name der deutschen Wissenschaft zur besondern Zierdegereicht.
W. Weber sagt in einem Briefe an Feeliner (Atomenlehre 73)Folgendes: „Es kommt darauf an, in den Ursachen der Bewegungeinen solchen constanten Theil auszusondern, dass der Rest zwar ver-änderlich ist, seine Veränderungen aber bloss von messbaren Raum-und Zeitverhältnissen abhängig gedacht werden können. Auf diesemWege gelangt man zu einem Begriff von Masse, an welchem dieVorstellung von räumlicher Ausdehnung gar nicht noth-wendig haftet. G'onsequenter Weise wird dann auch die Grösseder Atome in der atomistischen Vorstellungsweise keineswegs nachräumlicher Ausdehnung, sondern nach ihrer Masse bemessen, d. i.nach dem bei jedem Atom constanten Verhältnisse, in wel-chem bei diesem Atome die Kraft zur Beschleunigung immersteht. Der Begriff von Masse (so wie auch von Atomen) isthiernach eben so wenig roh und materialistisch, wie der Be-griff von Kraft, sondern ist demselben an Feinheit undgeistiger Klarheit vollkommen gleich zu setzen.“ Das Bei-wort „roh“ für den gewöhnlichen Massenbegriff darf hier gewiss nicht