Die neueren Naturwissenschaften.
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nicht dadurch entgehen, dass man das Brennen der Sonne leugnetund als Wärmequelle eine ewige Reibung zwischen dem Sonnenkörperund seiner Hülle oder dem Aether oder irgend etwas der Art an-nimmt. Es ist keine Bewegung denkbar, durch welche Wärme er-zeugt wird, ohne dass andere Kräfte verbraucht würden. Man magdaher über die Wärme der Sonne jede beliebige Hypothese aufstellen;es wird immer darauf hinauskommen, dass die Quelle dieser Wärmeendlich ist, während der Gebrauch unendlich bleibt. Man wird immerschliessen müssen, dass im Verlauf ewiger Zeiträume die ganzeuns so unabsehbare Dauer von Sonnenlicht und Wärme nicht nurvergehen, sondern völlig verschwinden wird.
Während somit über den dereinstigen Untergang unsrer irdischenWelt kein Zweifel bestehen kann, müssen wir zwar auch mit Sicher-heit rückwärts auf ein Werden schliessen; über die nähere Art undWeise desselben bleiben wir jedoch im Dunkel. Wollen wir unsauch hier, wie es in der Geologie jetzt allgemein geschieht, an dashalten, was wir noch täglich vor Augen sehen, so bietet sich unsein keineswegs zu unterschätzender Faktor in der Accumulationkleinerer und kleinster Weltkörper zu einem grösseren Ganzen. Wieverschwindend auch jetzt gegen das Ganze der Erde die Masse deralljährlich niederstürzenden Aerolithen sein mag, so darf man dochnie vergessen, dass der allerwinzigste Aerolith zum Erdball wird, sobald man ihm so oft seine eigne Masse hinzufügt, als dieselbe in derMasse der Erde enthalten ist. Die kleinen Planeten zwischen Marsund Jupiter haben den Astronomen oft genug als Bild gedient fürdas, was aus der Erde einst werden möchte, wenn sie durch dieGewalt des inneren Feuers explodirte. Uns scheint es jedenfalls na-türlicher in ihnen das Bild eines früheren Zustandes andrer Him-melskörper zu erblicken. Wir lassen dahingestellt, ob unsre Erdesich von den Dunstmassen der Kometenschweife, in die sie schonöfter eingehüllt war, etwas anzueignen vermag; allein wir müssenaufs Strengste darauf bestehen, dass wenn auf diese Weise auch nuralle tausend Jahre ein Quentchen kosmischer Materie mit der terre-strischen vereinigt würde, doch das Anwachsen eines ganzen Himmels-körpers aus solcher Nahrung durchaus keine abenteuerliche oder un-methodische Vorstellung wäre. Es ist eben nur das Gefühl, wassich gegen solche Annahmen sträubt; dasselbe Gefühl, welches hun-dert Jahre lang auf die Irrthümlichkeit der Kopernikanischen TheorieEide zu schwören bereit war.