Die neueren Naturwissenschaften.
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keit Vieler und vielleicht die experimentirende Arbeit von Genera-tionen dazu gehört, um die Theorie der natürlichen Züchtung durchdie künstliche zu bestätigen, welche in verhältnissmässig kurzerFrist eine Arbeit wiederholen kann, zu der die Natur Jahrtausendebraucht. Anderseits hat Darwins Theorie schon in ihrer jetzigenForm eine Bedeutung, welche weit über den Bereich einer zufälligaufgeworfenen Frage hinausreicht. Seine Sammlung der Beobachtun-gen hat mit Wagners stümperhaften Protokollen über die Legitimitätvereinzelter Jagdgeschichten nicht die geringste Aehnlichkeit. Darwinweiss die ganze Naturgeschichte der Pflanzen und Thiere durch feineund scharfsinnige Combination bewährter Beobachtungen mit seinerTheorie in Verbindung zu setzen. Alle Strahlen sind in einem Brenn-punkt gesammelt, und die reiche Entfaltung der Theorie leitet diescheinbar entlegensten Erscheinungen des organischen Lebens in denStrom des Beweises. Will man aber die vorzüglichste Seite seinerLeistungen bezeichnen, so muss man darauf hinweisen, dass ebenjene Gliederung des Grundgedankens, die Unterstützung desselbendurch zahlreiche Lehrsätze und Hiilfshypotliesen fast nirgend etwasWillkürliches und Gezwungenes hat; ja, dass manche derselben nichtnur an sich evidenter sind als der Hauptgedanke, sondern auch gleichhoch, wo nicht höher an naturwissenschaftlicher Bedeutung. Hier habenwir namentlich die Lehre von dem Ringen der Arten um ihreExistenz im Auge und die tiefgreifenden Beziehungen dieser Lehrezur Teleologie.
Die Theorie der Entstehung der Arten führt uns in eine Vor-zeit zurück, welche dadurch den Charakter des mysteriösen erhält,dass hier den Dichtungen der Mythe nur eine Summe von Möglich-keiten gegenübersteht, deren grosse Zahl die Glaubwürdigkeit jedereinzelnen ausserordentlich beeinträchtigt. Der Kampf um das Da-sein entspinnt sich dagegen vor unsern Augen und ist doch Jahr-hunderte lang der Aufmerksamkeit eines nach Wahrheit spähendenZeitalters entgangen. Ein Recensent von Radenhausens Isis,einem trefflichen, wenn auch nicht ganz auf den Grund gehendennaturalistischen System der letzten Jahre, findet sich zu einer Be-merkung veranlasst, die uns zeigt, wie schwer selbst ein ziemlichunbefangener Beobachter den Stand dieser Fragen überblickt, ineinem Augenblick, wo Jeder, der ihn zu überblicken vermag, zueinem ganz unzweideutigen Resultate kommen muss. Radenhausenbenützt Darwins Lehre um Consequenzen zu ziehen, welche auf die
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