durch mit sonderlichem Vortheil ein jegliche Rechte oder Cirkel . Lini, alleFläche, Landcarten, augenscheinen Vestungen, Gebäw, ein Kugel mit den fünfisgularibus, auch alle irregularia corpora n.f.w. bequemlich können zertheilt,zerschnitten, verwandelt, vergrößert vnd verjünget werden. Niemals zuvor»in Truck geben. Frankfurt am Main in Verlegung Leuinii Hulsii Erben 1628 .Dieser dritte Tractat zeichnet sich durch den gediegensten Inhalt vor den drei übrigen, die durchHulsiuSb) erschienen sind, aus. — Indeß wird der Verleger und Herausgeber von verschiedenenSeiten angegriffen, weil er die Arbeiten anderer zu stark benutzte und neue Abhandlungen darauszusammensetzte, so daß er sich zu einer Vertheidigung gegen die, häufig wider ihn geführten Schmäh»reden, genöthigt sieht. ?) Diese Zurückweisung der ihm gemachten Vorwürfe ist in der Vorrede zumersten Tractatc enthalten, in der er eine Reihe von Werken mit ihren Verfassern nennt, die er zueinen Arbeiten benutzt hat. Jene Namen hier aufzuzählen, dürfte überflüssig erscheinen; wir erhal-ten aber dadurch, daß er die Arbeiten chronologisch geordnet hat, einen klaren Ueberblick über dieLeistungen der Mathematiker jener Zeit. 6 7 8 ) — Hier wird auch von ihm erwähnt, daß Jobst Burgi im Jahre 1603 sich mit der Beschreibung eines Instrumentes in Form eines Cirkelö beschäftige, 9 10 )das Bhrg öffentlich aus dem Reichstage zu RegenSburg ausgelegt, und im dritten Tractatc wird esdurch Hulsius beschrieben und zugleich angezeigt, daß Byrg aus Verlangen ähnliche Instrumente an-fertige und Hulsius sie verkaufe. ^0) —
Ein Zweiter, der die von Byrg gemachten Entdeckungen veröffentlicht, ist Ba rt h olo m ä u $Pitiscus, er zeigt in seiner Trigonometria die Theilung eines Bogens oder Win-kels in 3, 5 und mehre Theile anZi) Jene Schriftsteller, die bereits diese Periode behan»delt haben und die Montucla benutzte, und Montncla selbst, haben somit diese in der Anmerkung 11
6) Hulsius hatte bereits 1591 in Nürnberg eine Abhandlung veröffentlicht, die er unter dem Titel er-scheinen lieh: Theoria et Praxis Quadraniis Geometrici ect, das ist Beschreibung,Vnterricht vnd Gebrauch deö gevierdten Geometrischen vnd anderer Instrument.— Diese Schrift wird nirgend erwähnt —
7) 1,-aot l. pag. 3 sagt er: Ich weiß auch wol, daß Zoilus mit seiner giftigen, neidischen Zungen nichtUnterlasten wird mir verächtlich nachzureden, daß diese Sachen meine luventionea oder Erfindun-gen nicht sind, sondern daß ich mich mit anderer gelehrten Federn schmücke n. s. w.
8 ) Die angeführten, von H. benutzten Werke sind auf 5</r Seiten Ouart enthalten und mehre genannt,die niemals später gedruckt wurden, sondern als Mannscripte sich in seinen Händen befanden, z. B.Paulus Pfiozing Metliodus Geometnca ect.
9 ) Jobst Burgi macht jetzt (1603) die Beschreibung eines herrlichen newen Instruments in Form einesCirkels, so zu der Geomelri» (Feldtmeffung) gehört.
10) Kunstlied ende Leser, dieser Cirkel wird bei M. Jobst Burgi , so sie selbst macht, vnd bei mir LevinoHulsio zu Kaust gefunden, und mag ich das mit Wahrheit schreiben, daß etliche in andern Städtendenselben nachzumachen sich vnterstanden, sie haben aber in der Theylung nicht zugetroffen. —
") Man vergleiche das vorhin erwähnte Werk Bramers: Problem» eet. Vorrede pag. 8: Wie manaber am leichtesten zn einem Grad Minuten oder Sekunden gelangen möge, hat Bartholomäus Pi-tiscus in seiner Trigonometria (da er meines lieben Schwagers vnd Praeoeptoris 3ib-aleu Burgi invention, wie n emlich mit hülff der Cossa oder Algebrae ein jederBogen oder Winkel in 3 oder 5 gleiche theyl zu theilen sei) zum Thehl angezeiget. —