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Herrn Johann Faulhabers bestellten Ingenieurs de r Heyl R e ic h sind t 33 littweiter» Continuation seines Mathematischen Kunstspiegels geordnet. Gedrucktzn Cassel durch Johann Messet vnd zu Frankfurt bey Eberhard Kiefern Kupfer-stechern zu finden. Im Jar 1630. — Somit fördert Bramer, wie sei» Lehrer Byrg theilsdurch Rcchnuligcn, die er ausführt, theils durch Constructioneu namentlich für die Feldmeßkunst geeig-neter Instrumente, sowohl die Algebra als die Geometrie. — Es gestattet nicht der Raum, allejene Männer zu nennen, die sich am Ende des 16ten und im Anfange des 17tcn Jahrhundertsmit der Eoustruction mathematischer Instrumente beschäftigten, und die von ihnen construirten Jnstru-niente zu beschreiben, indeß muß bemerkt werden, daß nach den vorliegenden Werken die historischeEinleitung von Scheihel, die dem„ Unterricht vomProportiona lzirkel von Scheffelt"auf neunzehn Seiten vorangeschickt ist, keine vollständige genannt zu werden verdient, da mehre wich-tige Instrumente unerwähnt bleiben. Daß Scheibel nicht genau die einzelnen Quellen, die er an-führt, studirt hat, sondern sich auf Urtheile früherer Bearbeiter stützt und deshalb eine nicht immerrichtige Kritik übt, dürfte dadurch entschuldigt werden, daß ihin jene Quellen nicht zn Gebote stan-den. — Byrg steht ohne Zweifel, was die Construction des Proportionalzirkels betrifft, als der ersteGeometer Deutschlands da, der belehrend und anregend auf eine nicht geringe Zahl ihn umgebenderFreunde wirkt, die wir in spätern Zeiten, durch ihren Beruf veranlasst, au den verschiedensten OrtenDeutschlands und den benachbarten Ländern wiederfinden. — Auch hier sind sie den mathematischenStudirn ergeben und suchen die Don ihrem Lehrer ihnen mitgetheilten Ideen theils zu vervollkomm-nen, theils auszuführen. — Nachdem Hulsius die Erfindung Burgi'ö veröffentlicht, erscheint 1605eine lateinische Erläuterung Horchers 16 ) über die Schrift des Hulsius; —sie ist nicht, wie Decha-teö 17 ) fälschlich angiebt, schon früher bekannt gewesen. Ein Jahr früher 1601 ist von Cla-vius 18 ) die Beschreibung desselben Instrumentes bekannt gemacht. —
Hätte Byrg, der uneigennützig und durchaus nicht stolz auf seine Leistungen war, nicht dieErfindungen andern mitgetheilt, so hätten wir, da er selbst nichts geschrieben, ihn zn bewundernkeine Gelegenheit gefunden; — allein die Resultate seiner Arbeiten wurden sogleich zunächst seinenFreunde» bekgunt, und nicht immer läßt sich eine scharfe Grenze ziehen bis zu der sie gelangten.Durch mündliche Ueberlieferungen mögen sie in Gegenden gedrungen sein, in denen inan wahrlichnicht den Namen des Erfinders kannte und der zuerst von ihm ausgegangene Gedanke erhielt neueFormen, in denen er sich, wenn auch schwer, so doch deutlich wiedererkennen läßt. — ES dürftedie Behauptung, daß selbst bis Italien Byrg's Ideen getragen und dort von zweien Gelehrten Ca-pra 19 ) und Galilei , 20 ) vielleicht ganz unbewußt, aufgefaßt lind in Worte gekleidet wurde»,
16) Philipp) Horcher Berocastcllani Philos. et JIed Dr. Libri tres in quibus Construclio Circini Propor-tionum edocelur- Mojrantiae apad Balthasarem Lippium 1605 quarto. 51 Seiten mit Holzschnitten.
V) Confer. Dechales Mundo mathem T- I. p 17. Mit ihm nimmt es auch Montucla fälschlich an, deres wörtlich aus Dechales entnommen.
1$) Christophori Clavii Geometria practica. Roman opud Aloysum Zannet 1604. Quarlo.
1») Baltharis Capra usus et fabrica cujusdam Circini Proportioois. Patar. 1607, Quarto. 6OV2 Seiten.
20) f, e Opcrazioni del Compasso Geometrico e Militare Di Galileo Galilei Stampata in Padova perPietro Mariaelli 1606 in Folio. - Die Zahl 1607 bei DechaleS ist falsch. —