Band 
Band II.
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Anleitung

zur

Untersuchung des Waldstreu-Ertrages

sowie zu vergleichenden Versuchen über den

Einfluss der Streunutzung auf den Wuchs der Holzbeständc.

(Festgestellt bei der Berathung zu Eisenach im März 1874.)

H 1. Wahl (1er Versuchsfliiclien.

Die Versiichsfliiclien sind an solchen Orten auszuwählen,*)Welche weder dem Holz- oder Streu-Diebstalil, noch dem Betreibenmit Weidevieh ausgesetzt sind. Dem Wind-, Schnee- und Duft-bruche, dem Verwehen des Laubes durch den Wind oder Wildbe-schädigungen in ungewöhnlichem Maasse ausgesetzte und abnormbestandene Waldorte sind gleichfalls zu vermeiden.

Zu den vergleichenden Versuchen sind thunliebst nur an-nähernd normale, gleichalterige und gleichwüchsige, auch möglichstreine Holzbestände heranzuziehen.

§ 2. Grösse und Form der Versuchsfläclien.

Die Versuchsflächen sollen mindestens 0,1 Hectar gross**)Und möglichst quadratisch geformt sein.

Mindestens drei Versuchseinzelflächen sind jedesmal zusammenin einer Hauptfläche oder getrennt von einander, jedoch unter ganzgleichen Verhältnissen, so dass sie vergleichbare Objecte bilden,gleichzeitig anzulegen.

Um den störenden Einfluss der übergreifenden Bewurzeluugund Beastung zu beseitigen, ist jede Versuchseinzelfläche allseitigmit einem zehn Meter breiten, gleich zu behandelnden Isolirstreifenz u umgeben, so dass zwei mit einander grenzende Versuchsflächendurch Isolirstreifen von zwanzig Meter Breite getrennt sind.

*) Wegen Auswahl der Flächen cfr. Note 90 S. 150.

**) Wegen Fläeheu-Mininium cfr. Note 91 8. 152.