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fers polnischen Hinterlandes an sich ziehe» werden. Eisenbahnenlängs schiffbarer Flüsse oder Kanäle haben den Güterverkehr aufletzteren noch in keinem Lande verringert, sondern gegentheils allerOrten bedeutend vermehrt, obgleich sie den leichteren und werthvol-lern Theil der Güter, die einen höhern Frachtsatz tragen können,an sich gezogen haben. Sie haben diesen Einfluß geäußert, weileinerseits neben jeder frequenten Wasserverbindung das Bedürfnißeiner schnellern Beförderung für die Verkehrsleute stattfindet, welcheGüter verschiffen lassen, kaufen oder verkaufen, weshalb auch eheman Eisenbahnen kannte, zunächst längs schiffbaren Strömen oderKanälen Chausseen angelegt wurden, in Berücksichtigung, daßdie Bewohner längs dem Strom im Allgemeinen mehr mit einan-der zu verkehren hatten, als die Anwohner einer entsprechenden Rich-tung, entfernter vom Strome. Während durch die Eisenbahnennun längs einer Wasserverbindung der dort häufiger stattfindendeHandelsverkehr erleichtert wird, dadurch also auch die Unkostenwohlfeiler werden, und dies eine abermalige Veranlassung zur Be-lebung der Handelsstraße ist, äußern sie noch in anderer Beziehungeinen günstigen Einfluß auf die Vermehrung des Frachlverkehrsauf dem Wasser dadurch, daß sie die ganze Verkehrsrichtung inihrem Transportvermögen für den Fall zuverlässiger machen, woder Wasserweg entweder durch die Dürre des Sommers oder dieKälte des Winters, oder durch Schleusenreparaturen u dgl. unter-brochen wird, indem alsdann die Eisenbahn das Mittel bietet, großeMassen aus dem Wasser festliegender Güter schneller und wohlfei-ler fortzuschaffen, als dies auf gewöhnlichen Straßen geschehen kann.Eben weil dies Aushülfsmittel stets zur Hand, die Wasscrverbin-dung aber an sich viel wohlfeiler ist, benutzt man in den meistenFällen, wo man sonst Anstand nahm, den Wasserweg wegen derUngewißheit die Güter in einer bestimmten Zeit nach dem Orteihrer Bestimmung befördert zu sehen, zu wählen, gegenwärtig inEngland und Amerika , wo Eisenbahnen längs Wasserwegen hinlau-fen, die letztem viel häufiger, und die Eisenbahnen wirken dort alsSupplement der Wasserstraßen, indem sie dieselben entweder unterungünstigen Umständen vorübergehend, oder da, wo die >Natur,wie im höher» Gebirge, keine Wasserstraße, gestattet, gänzlich ersetzen.
Werfen wir einen Blick auf das Netz, welches nach den vonSeiten der französischen Regierung bereits adoptirten Entwürfensn Frankreich zur Ausführung kommen soll, so sehen wir, daß längs