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Das preussische Eisenbahnnetz : mit besonderer Beziehung auf die östlichen Provinzen / vom Amtsrath Livonius und Oeconomiecommissarius Mertens
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durchaus nicht zu den besseren Strichen des Landes gehört, an denVortheilen der gegnerischen Bahn partizipiren könnte. Soll aberüberhaupt von Industrie in diesen Gegenden gesprochen werden, sokann wohl die des Bodens nur der Erwähnung werth sein. Einesolche ist sporadisch in den Anlagen von Gramen;, so wie in denUeberrieselungen am Schwarzwasser, unter der Leitung eines unse-rer intelligentesten Landwirthe, vorhanden und die der letzteren Un-ternehmung zugewendeten Kosten werden zweifelsohne der Gegendeinst reichlich zu Gute kommen. Außer diesen, neben der vortreff-lichen Forstindnstrie von Hammerstein, ist die landwirthschaftlicheGewerbthätigkeit ebenfalls an keinem Orte erheblicher, als in irgendeiner andern Gegend des Landes. Abgesehen aber hiervon, wirdselbst im Verein mit den genannten Bewässerungsanlagen eine guteLandwirthschast dennoch niemals die natürliche Armuth des Bo-dens auszugleichen vermögen, die in keinem Theile Preußens grö-ßer ist, als eben in diesem. Denn je weiter von der CoNitzer Straßeentfernt, gegen die Netze und die Weichsel hin, desto besser wird imAllgemeinen der Boden, desto mehr wächst die Bevölkerung, welchesich in den, von der Bahn über Bromberg durchschnittenen Krei-sen im Durchschnitt wenigstens über 2000 Einwohner auf der Q.-Meile erhebt, das ist so hoch, als dieselbe in irgend einer Richtungzwischen der Oder und der Weichsel gefunden werden kann. Eswerden in der Richtung über Bromberg aber nicht allein die frucht-baren Gegenden längs der Netze, bei Schwetz , zwischen Graudenz und Dirschau durchschnitten, sondern die ganze Weichselniederungzwischen Bromberg und Dirschau , Kujavien und das Culmer Land Landstriche, die zu den fruchtbarsten der Monarchie gehörentreten dazu in nahe Verbindung. Die einzige Strecke, welche dieConitzer Linie unter ähnlichen Verhältnissen auszuweisen hat, ist diezwischen Pr. Stargard und Dirschau, allein eben diese wird vonunserer Richtung wegen der Nähe Dirschaus gleichfalls mit berührt.

Wir glauben endlich mit gutem Grunde der Richtung überBromberg unbestreitbare Vorzüge sowohl vor derjenigen vonDriesen, als vor der von Pommersch-Stargardt, über Co-nitz zuerkennen zu dürfen, nachdem wir dargethan, daß in derRichtung von Eisenbahnen längs einer Wafferverbindung *) weit

') In seinem späteren Artikel behauptet Herrs, daß die Netzeihrer Größe und Lage nach nur dazu bestimmt sei, den Verkehr zwischen