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Gehäuse dureh und geben demselben ein sehr hübsches,geflecktes Aussehen, das leider verloren geht, wenn dasThier aus demselben genommen wird. — Die Gehäuse habenzuweilen ein breites, röthlich-braunes Band, welches fast überdie Mitte des Umganges läuft. Die gebänderten Gehäusesind meist röthlich, seltener weiss, (fasciata et formosa M.-T)in welch letzterem Palle das Band heller und mehr vonröthlicher Farbe ist. Gebänderte und bänderlose Gehäusesind stets gemischt, wo sie Vorkommen; an sehr vielenFundorten aber finden sich nur bänderlose.
Grössenunterschiede: Ziemlich beträchtlich; derDurchmesser der Gehäuse wechselt zwischen 16 und 22 mm.Die kleinste Form nennt Slavik (Moll. Böhmen ) v. turfica.
Formvarietäten. Die Höhe des Gewindes ändertmanchmal innerhalb enger Grenzen, ohne es aber zu recht-fertigen, dass darnach Varietäten ausgeschieden werden.
Wohnort. Feuchte, buschige Orte, Ufer, Wälder,Obstgärten.
Verbreitung. Ueber das ganze Gebiet verbreitet.
Bemerkung. Fr. fruticum findet sich in ganz Europa mit alleiniger Ausnahme von England; sie geht sehr weitnach Norden und erreicht bei Petersburg den 60° n. Br.Die ihr sehr nahe Verwandte Frut. Schrenkii reicht sogarbis zum Polarkreis. — Wie die meisten Species ihrer Gruppehängt sie sich im Herbste gerne bei trockenem Wetter andie Unterseite der Blätter von Büschen und höherenKrautpflanzen. — Sie hat ferner die Eigenthümlichkeit,ihren Winterdeckel in einiger Entfernung vom Mundsaumeanzubringen, indem sie den Raum bis zum Saume durchmit Erde vermischten Schleim ausfüllt.
IV. Gruppe: Theba, Gray.
Thier: Geschlechtsapparat: Ruthe mit Flagellum aberohne Musculus retractor, Anhangdrüsen fadenförmig, je 3jederseits, kein Pfeilsaek; dagegen unterhalb der Anhang-drüsen ein weiteres peitschenförmiges Anhängsel.
Gehäuse flach, mit wenig erhobenem Gewinde; Um-gänge rundlich, rasch zunehmend, der letzte sehr erweitert;Nabel stichförmig; Mündung weit; Mundsaum scharf, miteiner Lippe belegt.