sich zurückzieht, so weicht der Geselle dem „Arbeiter". Der soschön das Alpenglühen in seinem Farbenspiele nachahmendeCylinder, alias „Kommißdeckel", — der blaue, lange, den stau-bigen Hosen Kühlung zufächelnde Rock, aus dessen Tiefe die Ta-bakspfeife herauslugte, — der Tornister, mit Viktualien beladen,die keine Chemie je zu klassifiziren vermochte, sie alle sind fastverschwunden; der alte Bruder Straubinger, der den halbenErdboden abfocht, die meiste Zeit ohne einen warmen Löffel imLeibe zu haben, ist todt und schläft droben in der ewigen Her-berge!
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Rasch durch den schönen Aargau und das fruchtbare Berner-biet, vorbei an Langenthal mit seinem lustigen Bürgi, vorbei anC. Gut, auf dessen Arul> einst cli ckanlebarsn lmkeliseimlerein äsnkmal srriolitsn rvsräsn, falls nämlich seine „ortoArati"triumphiren wird — nach Bern. Ich besehe mir, so oft ichnach Bern komme, zuerst den Bärengraben, dann das Bundes-haus, und dann wieder den Bärengraben, den „ruhigen Geist"im Wechsel der Zeit. Keine periodische Wahl, keine Abberufungdroht dem Mannt, im Gegentheil stimmen alle Parteien überein:Nanni kor evsr! Der Kerl nahm ein Interesse an mir, fing anmich kunstgerecht anzufallen", bis ich ihm, beseligt wie einFabrikherr, der auf sein Ableben hin jedem Arbeiter eine Wurststiftet, ein Brödchen hinunterwarf. Der Mann! hatte aber seineRechnung ohne die Männin gemacht, denn diese watschelte nunauch herbei, und die Beiden balgten sich eine geraume Zeit umdie „heilige Sache".
Es hat keine Wegglifrauen vor dem mit Blumen undWeibeln geschmückten Bundeshaus. Ob die Berner am Bundes-rath mit derselben Innigkeit hangen wie am Manni, weiß ichnicht. Es ist aber auch nicht gerade nöthig, daß das Bundes-haus zu einem politischen Bärengraben werde, vielmehr eineWohlthat für die Magistrate selbst, wenn sie zur Abwechslungwieder einmal an die Luft gestellt werden.