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Und Reichgeborne; jene
Für die das Glück, wohin es führt
Die Straßen macadamisirt,
Die stolzen Nabobssöhne.
Der fingt und lacht — der schmollt und weint,
Daß Papa ihm so bitter Feind,
Auf Schulen ihn zu schicken, —
Die denken an's Futurum gernUnd seh'n sich schon als große HerrnRegieren — welch' Entzücken! . . .
Des Dichters Auge wendet sich vorn frohen Jugendleben ab,Wehmuth beschleicht sein Herz, und sie verklingt in Schlußworten,deren Sinn an die Frciligrath'sche Zeile erinnert:
„O lieb' so lang du lieben kannst!"
Hier nehmen wir Abschied von dem biedern Hood.
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Der Engländer gilt als religiös, er ist wohl eher kirchlichund seine Kirchlichkeit ist jedenfalls zum guten Theil eine Fruchtseines konservativen Wesens. Was ächte christliche Barmherzigkeit,wie sie von manchen Sekten, wie den Quäkern, Methodisten rc.in großartiger Weise geübt wird, thut, soll wahrlich nichtheruntergesetzt und bemäkelt werden, aber die englische Kirchehat unstreitig etwas Barbarisches, Abstoßendes; sie ist miteiner harten, heuchlerischen Kruste bedeckt, sie scheint etwas odergerade zu viel von ihrem Stifter, dem Scheusal Heinrich VIII.,geerbt zu haben. In neuester Zeit brennen außerordentlich vieleihrer Schafe durch und werfen sich der römisch-katholischen Kirchean den Hals; der Sprung von einem Lager in's andere ist beimgenauern Zusehen übrigens kein großer. Namentlich aus der hohenAristokratie desertiren sehr Viele; von mancher Seite bezichtigtman sogar die Königin Viktoria und den Premierminister Gladstonekatholischer Sympathien, und das Parlamentsmitglied Taylor liegtbeständig aus der Lauer, um dem wahren Sachverhalt auf dieSpur zu kommen.