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dinavien und Finland befindlichen Theil von Europa ,über welchen skandinavische Steinblöcke sich ausge-streut finden). Murchison theilte Lyell’s Ansichtenund dieselben wurden seither ohne hinreichende Prüfungallgemein für richtig angenommen.
Widersprüche darin, wie dass Blöcke ungleichartigerFormationen, welche von verschiedenen Theilen Skan-dinaviens herstammen sich stets auf bestimmten Linienvertheilt finden, dass die Mächtigkeit der erratischenMassen nicht im Verhältnisse zu den angenommenenTransportmitteln steht, und dass am allergrössten Theildes vermutheten Meeresboden fossile Meeresthiere voll-ständig fehlen, wurden nicht in Betrachtung gezogen.
Unzweifelhaft finden sich geologische Gründe, welchebeim ersten Anblick die Annahme eines grossen erratischenMeeres zu stützen scheinen. Blöcke weilen innerhalbeines grossen Theiles ihres Vorkommens auf tertiärenBildungen, welche als marinen Ursprunges angesehenwerden. Diese tertiären Lager haben eine weitge-streckte Ausbreitung über Europa , so dass man annehmenkonnte das Tertiär-Meer im jetzigen Norddeutschlandwäre mit dem schwarzen und kaspischen Meere zu-sammenhängend gewesen, vielleicht sogar mit demadriatischen.
Es lag nun die Vermuthung nahe zur Hand, dassbei der Erhebung der tertiären Ablagerungen jener Um-kreis, auf welchem nun erratische Blöcke Vorkommen,Meeresboden verblieb und erst später, gleichzeitig mit