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Die erratischen Blöcke und die Eiszeit : nach Professor Otto Torell's Theorie ; mit einer Karte der nördlichen Eisfluth in Europa und Amerika / von Julius Quaglio
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Skandinaviens grosser Senkung am Schlüsse der Eiszeitfestes Land wurde.

Da schon 1846 Edw. Forbes aus geologischenGründen annahm, dass Schottland noch zur Zeit derjetzt existirenden Flora mit Norwegen zusammenhängendwar und zufriedenstellende Betrachtungen an den Taglegen, dass der letzte Durchbruch des englischen Canales(la Manche) nicht älter sei als die Eiszeit, so kam Torell zuerst die Idee, ob das erratische Meer nicht möglicherWeise ein grosser Inlandsee gewesen sein konnte unddass die Abwesenheit fossiler Meeresthiere mit Ausnahmeder wenigen lokalen Funde in der Nähe der Nordseeund des Eismeeres, dadurch erklärt werden könnten.Diese lokalen Funde sind die Muschellager bei Tarbek,Cyprina Ton in der Flensburger Bucht und auf Alsen ,Muscheltone am Dwinafluss und fossile skandinavischeMuschelablagerungen.

Die Annahme eines erratischen Meeres als Fort-setzung des tertiären, wird jedoch hinfällig, seit Beyrichund Heer bewiesen, dass schon unter der Miocänzeitnur eine schmale Strecke zwischen Rhein und Weichsel sammt Dänemark vom Meere bedeckt waren, wogegender verhältnissmässig grösste Theil des erratischen Um-kreises schon zu dieser Zeitepoche festes Land war.Es ist nicht glaublich, dass ein so grosser Theil vonEuropa nach der Miocänzeit sich gesenkt und dannwieder gehoben haben sollte, ohne aus der Zeit da er