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Die erratischen Blöcke und die Eiszeit : nach Professor Otto Torell's Theorie ; mit einer Karte der nördlichen Eisfluth in Europa und Amerika / von Julius Quaglio
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ähnlichen in Schoonen gleichend. In Mecklenburg liegen die Blöcke in dichten Gruppen; in Pommern bilden sie nach Murchison unregelmässige von Nordnach Süd streichende Linien. Zimmermann sprichtvon langen Reihen Blöcke in Mecklenburg und auf derLüneburger Heide sich von Nord-Nord-Ost nach Süd-Süd-West erstreckend. Er zeigt wie ungleich die Blöckenach ihrer mineralischen Beschaffenheit sind. ZwischenLüneburg und Celle bestehen sie nämlich zum grösstenTheil aus Gneis- und Glimmerschiefer, an der oberenEider aus rothem Sandstein, bei Oldeslohe aus dichtemHornblendestein, bei Plöen aus Basalt und Trachyt, inSchleswig aus syenitartigem Granit, in Sachsenwaldeaus Feldspatli und porphyrartigen Steinen, bei Reins-beck aus Granit mit Granaten oder Mangan. Hondsrugbei Groningen in Holland enthält nach Römer inMenge Kalkstein von Gotland , welcher voll gotländischerPetrefakten ist. Aus Dänemark weist Forchhammerauf eine gleiche Abwechslung von Bergarten der Blöcke.Auf Langeland und Fernern gehören sie zu denUebergangsformationen, im nördlichen Jütland trifft manBergarten an, welche in Norwegen in der Gegend vonChristiania feststehend gefunden werden.

Es braucht nach dem bisher gesagten kaum be-merkt zu werden, dass Tor eil diese Reihen erratischerBlöcke als unveränderte oder veränderte Aussen- oderSeiten - Moränen betrachtet und seine frühere Ver-muthung, dass auch grosse Boden- und End-Moränen

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