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Baßler Bistums Historien,
1342 Conrat von Bercnfcls.
1415 Cnntzman von Ramstein.
1344 Conrat Mönch von Landscron.
1421 Hans Reich von Rcichenstein.
1359 Peter Schaler.
1431 Hemman von Ramstein.
1371 Ottman Schaler.
1435 Arnolt von Bcrenfcls.
1372 Hartman Rot.
1442 Arnolt von Rotberg.
1373 Hemman von Ramstein.
1444 Hans Rot.
1376 Wernher vvn Bercnfcls.
1449 Bcrnhart von Rotberg.
1377 Hans Puliant von Eptingcn.
1452 Jacob ze Rhein.
1386 Henrich Reich.
1454 Hans von Flachsland.
1394 Arnolt von Bcrenfcls.
1456 Peter Rot.
1401 Günther Marschalck.
1459 Hans von Bcrenfcls.
1404 Ludman von Notberg.
1490 Hartman von Andlo.
1414 Bnrkart ze Rhein.
1496 Hans Immer von Gilgenberg.
Diese alle scind Ritter gewesen. Succession der übrigen Bürgermeistern bon Edlen und fürnehmenBürgern, wird an seinem Ort folgen.
Bischofs Peter wüchse mit Graf Ncginaldcn zu Montbclgard, der sich doch mit seinem VorfahrenBischofs Hcnrichcn vertragen, in schwere Feindschaft und Kriegsübung, also daß beyde Theil auf einander»Zugriffen, etliche Dörfer mit Feuer angesteckt, und sonst viel Übels verbracht ward, bis sie letstlich zum Treffenkamen. Der Bischofs hatte Graf Egen von Frcybnrg zu Hilf, und war sein Heer wol dreymal grösser dannBaßlcnl des Grafen. Als sich aber der Ernst erheben wolle, flöhe Graf Ego mit seinem Haussen, des Angriffs un-schwcreNieder- bon den Baßlcrn. Sie aber gestunden, lieferten dem Grafen die Schlacht, mochten doch nicht gcsiegen,Anno"l 288 . wurden übcrgwültigct, viel erschlagen, wol der vierte Theil der Bürgern zu Basel, und sonst die besten von desBischoffs Ritterschaft und Edelleuten gefangen.
Hieraus suchte der Bischofs König Rudolfen um Hilf an, welcher dcßhalbcn um Margarctä, im 1289König Rudolfs Jahr, mit grossem Volck auflache, diese Unfug zu rächen, und die Baßler, welche man nicht dann mit grosseinHserzug in Gelt wieder lösen mögen, zu ledigen. Er führte mit sich 6000, und darunter 2300 verdeckter Pferden, darzu
Anno^l 289 . eine grosse Menge Fußvolck, darunter der Bischofs zu Straßburg 300 hatte, und ob hundert Spciswägen,
nahm erstlich Schloß und Stadt Montbclgard ein. Und dieweil dersclbige Graf die Burgunder zu Hilf ge-habt, druckte er fort, belagerte die Stadt Bisantz, verhergcte die Neben und brennete die Dörfer, verderbte auchPourrcntrut.
Dessen hat sich auch der Hertzog zu Burgund aufgemacht, hatte unter seinen Hclffern Graf Theobaldenzu Pfirt, welche was möglich geflüchtet, und alle Gelegenheit versorget hatten, dem Feind die Proviant abzu-stricken, und in Huugersnoht zu setzen, wie dann zum Theil bcschahe. Deßhalbcn König Rudolf eines Tags,als unter seinen Knechten Mangel vorhanden, ihnen vor Augen rohe gcschorne Rüben aß, sie hiemit zu Aus-stellung dieses Mangels desto williger zu machen.
Da nun der Burgundier mit seinem Gezcug Nndolso genahet, und sich im Thal an die Dub*) ge-lägeret, nähme der König den Berg zum Vortheil ein, also daß er in das Bnrgundische Heerlager hinab sehen
mochte, machte mit seinen Hauptleuten einen Anschlag, die Feinde morndcrigs anzugrciffcn. Weil aber Hungers-
noht vorhanden, cntstnhnd im Lager ein rumorisch Wesen. Die Schweitzer, deren der .König 1500 bey sichhatte, mochten des Tags nicht erwarten, sondern zogen bey Nacht durch ungelegene Ort (als die des Gebirgswol gewöhnet) den Berg nieder, fielen ungewarnter Sachen in Graf Thicbolts von Pfirt Lager, erschlugenviel Volcks, und erjagten eine grosse Beut.
Solches brachte im Thal unter dem übrigen Haussen der Walchci?) ein groß Getümmel und Hertz-klopfen. Etliche vermeyntcn, man solle dem König die Straß den Berg herab baß verlegen. Dieweil aberkeine sondere Gelegenheit vorhanden, solches fruchtbarlich ins Merck zu richten, und einer unter ihnen sagte:Er kcnnete des Königs Art, daß wann er schon auf Hand und Füßen kriechen müßte, er sie doch nicht unan-gegriffcn lassen wurde, beschlossen sie herbrcchendes Tags eine unsichtige Bottschaft um Frieden abzufertigen.
Als der Graf von Chalons für den König kam um Frieden zu werben, wolle er nichts bewilligen,sie gäben dann die Gefangenen von der Baßlcrn Seiten ohne Entgcltnuß ledig, wie Albertus de Argcntinameldet. Fritz Cloßner aber ein Priester von Straßburg schreibt in seiner Chronick, der König habe ihnendrey Wahlen aufgethan, sie sollen entwedcrs das Heer urlanben und heimziehen, oder mit ihm streiten, oderdasjenige, so er ihnen auferlegen wurde, ohne Fürwort erstatte». Also haben sie den dritten Fürschlag an-genommen, sich an des Königs Gnad ergeben, und auf den Heiligen geschworen, sich in des Reichs Land, dieStadt Basel zu stellen, und sich allda mit ihm zu vergleichen. Nachmalen stellete sich der Hertzog zu BurgundBurguudischcr mit seinen Grafen und Herren zu Basel, vertrugen sich mit König Rudolfen, gäbe das Land dem König aufLehentag zu iu seine Hand, und cmpfieng es von ihm nach gethaner Eydsflicht, wiederum zu Lehen.
Die Montbelgardischcn Zeitlicher melden, Gras Neginald zu Montbclgard, habe seine Grafschaft, einLehen vom Reich Teutscher Nation, von selbigem abziehen, und mit der Grafschaft Burgund vereinigen wollen.Dessen sey er von König Rudolfen um 8000 Marck Silbers gestraft worden.
Und dieweil sich auch die Stadt Bern gegen ihm ungehorsam erzeiget, hatte er sie hievor im Brach-monat, des 1288 Jahrs, hart belägcrct, aber nicht begwältigen mögen, derohalben ihren mit mannigfaltigen
1) Doubs. 2) — Wälsche.