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Baßler-Chronick : Darinn alles, Was sich in obern Teutsche Landen, nicht nur in der Statt und Bistumbe Basel, von ihrem Ursprung her, nach Ordnung der Zeiten, in Kirchen- und Welt händlen, bis in das gegenwirtige MDLXXX Jar, gedenckwirdiges zugetragen; Sonder auch der Eydtgnoschaft, Burgund, Elsaß und Breißgow, als beyligender Landtschafften, mit eingemischte historische Sachen, warhafftig beschrieben : sampt vieler Herschafften und Geschlechtern Wapen und Stammbäumen : neuwlich aus unzalbarlicher menge Scribenten, Briefen, Büchern, Schrifften und Verzeichnussen, mit Fleiß und mühseliger Arbeit, weit her zusamen getragen / durch Christianus Wurstisen
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Das Siebende Buch.

Philipps und dcr Stadt Straßburg Rähtc, durch einen gütlichen Bericht, am fünften Tag Mähens, abgethädingetwurden, nachdem sie vernommen, wie es ihres gleichen in Schwaben ergangen. Lande« ), und viel n eSchlösser wurden in diesem rumorischcn Wesen zerstöret.

Das XVII. Capitel.

Zu Baden in der Eydguoßschaft wird eine Disputation gehalten. Dahin recusiert Zwinglins

zu kommen. Beschluß derselbigen.

Elamonius Limpergcr, gebürtig von Maintz, der Heil. Schrift Doctor, Augnstincr-Ordens, Weyhbischoffund Thumprediger zu Basel, hatte sich der reformierten Religion ergeben, war deßhalben vom Capitelseines Amts entsetzet worden. An seine Statt käme ausgehendes Jahrs gen Basel Augustinus Marius,on Ulm gebürtig, der Heil. Schrift Doctor, Weyhbischoff zu Freysingen.r- ffach seiner Ankunft schriebe ihm Doctor Hausschein, wiewol er ihn noch nicht kennet«, eine Occolainpadii

kreunduche Missivc, darinn er ihn, beyncben gebührlicher Gftickwünfchnng, ermähnet, mit ihm Christum den Schreiben anHeiland dermassen zu predigen, daß die zertrennte Gemeind in Christlicher Einträchtigkeit wiederum zusammen^- Mariunivallete. Er wurde Leut haben, die ihn wider sich (als der eine neue Lehre eingeführet) verhetzen wurden: ^enselbigen solte er keine Ohren geben, sondern wann er an seiner Lehr Mangel befunde, mit ihine darum handeln,

-ofricht zu geben oder zu nehmen. Alle Zweytracht in der Stadt sey daher allein entsprossen, daß viele die^eine Wahrheit nicht annehmen wollen: gleichwie die Pharisäer von den Aposteln nichts anders getrennet, dann sie mehr auf ihrer Vättcrn Satzungen und menschliche Gerechtigkeit, dann das Wort Gottes gehalten. Ihmare wohl bewußt, daß er die Zeit her, so er zu Basel gepredigct, nichts gclchrct, das nicht durch Gottesdra ^ erhalten werden, sey auch mit seinen höchsten Widersachern sich darüber zu ersprachen begierig,

s s/ ihn angerichte Aenderungen seyen dermassen, daß man sie ohne Verletzung des Gewissens nicht unter-assen können. Vermahne derhalben ihn, welchen er selbst dahin geneigt seyn achte, Gott diese Ehr zu thun,und nichts höher, dann sein Wort zu halten, was dcmselbigen widrig, nicht zugeben, laut des Apostels Spruch,velcher wolle, daß ein jeder, so in der Kirchen redet, nur Gottes Wort rede. Ob ihm dann schon, wie allendienern Christi, Widerstand begegne (der Teufel ringle sich je, wann seinem Reich Abbruch beschuhe) solte ersvch mit Beständigkeit und Gedult überwinden, rc. Wo er ihm darneben Liebe, Freundschaft und Dienst erzeigenunnte, wolle er deß bereit sein, zu Förderung der Ehren Gottes, und Erbauung des Nächsten.

2-r -s - ^ Evangelische Lehre an vielen Enden dcr Eydguoßschaft eines Theils schon aufgangen, anderes Eine Dispu-. sonst ziemlicher Maß auf die Bahn kommen: ward gen Baden im Ergow, aus etlicher Theologen Anregen, As?"

Sonderheit Doctor Johann Ecken, Professors der Universität zu Jngolstatt, Doctor Johann Fabri, Ertzhertzog ^ ^Ferdinanden zu Oesterreich Naht, und Doctor Thoman Murner, Barfüsser und Lesmeister zu Luccrn, einestputation durch die Eydgnosseu ausgeschrieben. Dann sich die vorgemeldtcn Theolog! (wie solches die Neunh V' ^ucern, Uly, Schwitz, Unterwalden, Zug, Glaris, Frcyburg, Solothurn und Appenzcll in der Vorrede über/ . ^ftputation vermeldet) crbotten, sintemal M. Ulrich Zwinglin, Prediger zu Zürich, maiinigsaltige Jrrthummenl 's' i^e sagten) mit seinen Schriften einführetc, den wahren Christlichen Glauben befleckte, dem Wort Gottes und1 s lger Schrift Gewalt thäte, zerrisse, und in seinen Mißverstand wider des Heil. Geistes Sinn deutete, darnebenw'tr Herfür bräche, ihn mit Heil. Schrift anders zu berichten: walten sie fürnemlich um der Ehren Gottes

a, ^ M Errettung des alten Christlichen Glaubens, auch aus brüderlicher Liebe gegen gemeiner Eyd-uwßschaft, Schwachen zu Stürckung, wo und wann ihnen (den Eydgnosseu) gefällig, den bemcldtcn Christlichenauben, wider ihn und seine Bcyständigcn mit Gottes Hüls verthädingen.

Doctor Ecken Schlußreden zu dieser Disputation waren:

Der wahre Fronleichnam Christi und sein Blut seind im Sacrament des Altars gegenwärtig.

Diese werden im Amt der Meß für die Lebendigen und die Todten wahrlich aufgeopfert.

Maria und die Heiligen scynd anzurufen, als Fürbitter.

Des HErrn Jesu und der Heiligen Bildnuß seind nicht abzuthun.

Nach diesem Leben ist ein Fegfcucr.

Auch der Christen Kinder werden in Erbsünd gebohren.

Der Tauf Christi und nicht Johannis nimmt die Erbsünd hin.

Unter diesen blieben die zwo leisten Schlußreden unangefochten.

an» Disputation, welche am Pfiugst-Montag, den 21. Maji, im sechs und zwanzigsten Jahr,

o erschienen der vier Bischöffen, Costantz, Basel, Losannen und Chur: item gemeiner Eydgnosseu undncö^'^e" Ewttschaften und Gelehrte. Von Basel, Adelberg Meyer Bürgermeister, und Urbau von Brunn Z:dwc»" aber beyderley Religion Gelehrte, eines Theils von dcr Stadt, anderes Theils vom Capitel, zu^eier^HaMimg deputiert.

Meister z Gerbern"'"^" Kenzingen, an der Eisenbahn Freiburg-Karlsruhe. 2) Erst im Jahre 1527. 3) Zunft-

sehen.

Schluß-

puncten.