Buch 
Die Sintfluthsagen / untersucht von Hermann Usener
Entstehung
Seite
157
JPEG-Download
 

auf Tarentinischen münzen

157

Wesentlich ist nun zur beurtheilung des göttlichen We-sens die häufige Vereinigung verschiedenartiger abzeichen.Mit dem in der regel nach oben gerichteten dreizack ver-bindet sich, von der rechten gehalten,

kantharos IV 2 vi 1. 7 VIII 7 IX 2. 5. 6. 8. 11 X 1. 13. 14(die 1. hält ausser dem dreizack einen runden Schild

iv 1. 3)rhyton X 4. 6fiillhorn IX 12Weintraube IX 4speer oder pfeil III 9 VII 9runder scliild IV 4 VI 6dreifuss IX 7Nike X 8.

Während die linke ein fiillhorn hält, trägt die rechteeine Nike VIII 2 X 10, eine blume (dreitheilig) IX 9.Mit dem Spinnrocken in der 1. vereinigt sich in der r.kantharos VII 11Weintraube VII 12. 13 VIII 11. 12Nike VIII 8 IX 1:

Es mag schliesslich noch erinnert werden, dass der del-phinreitende knabe öfter im haare über der stirn eine blumeträgt 1 , und dass auf seltenen goldmiinzen 2 das bild des del-phinreiters zu einem nackten epheben umgestaltet ist, derauf einem von zwei delphinen gezogenen wagen vorgebeugtsteht und in der r. die ziigel, in der 1. einen dreizack hält.Der Wechsel des bildes erinnert an die vedischen A^vin, diegewöhnlich auf wunderbarem, von rossen, die sich selbst an-schirren, gezogenem wagen einherfahren, wenn sie den Bhujyuretten, aber zuweilen auch auf dem schiff erscheinen 3 .

1 s. Dressei in der Beschr. d. Berl. ant. münzen in 1, 224 zu n. 1.

2 Beschreibung der Berl. ant. münzen in 1, 229 n. 23: eineVariation des gleichfalls auf Tai. goldmiinzen begegnenden bildes, dasden heros auf einem von zwei galoppierenden pferden gezogenenwagen darstellt, ebend. s. 228 n. 1822.

3 vgl. Myriantbens, die Afvins (München 1876) s. 156 f.