in der sage von lasos. Der h. Lnkianos
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hervorragende Persönlichkeit, die in hellem licht der ge-schichte steht 1 . Legendarische Überlieferung liegt in einerdarstellung vor, welche durch die bände Syineons des meta-phrasten gegangen 2 ; glücklicherweise hat derselbe den füruns wesentlichen tlieil der legende ohne andere als höchstenssprachliche abänderungen aus seiner Vorlage heriibergenom-men, und nicht einmal den versuch gemacht, die vor äugenliegenden widerspräche auszugleichen.
Es ist verbürgte thatsache, dass Lnkianos, dessen ein-flussreiches wirken in der Christengemeinde Antiocheias ge-eignet sein mochte die erbitterung der gegner zu erwecken,auf anordnung des Maximinus Daza gefangen genommen undgegen ende des jahres 311 nach Nikomedeia vor den richter-stuhl des kaisers geführt wurde 3 ; wir dürfen es der legende
1 Vgl. Tillemont hist, eccles. v p. 474 ff. 769 ff. Bolland Acta ss.jan. t. I p. 357 f. Rumart Acta martyrum sincera p. 503 f. (Amsterd.1723) Routli in den Iteliquiae sacrae in p. 293 ff. Walchs Ketzer-historie n p. 114. 604 f., über Lukians für die griechische kirclio vonAntiocheia bis nach Constantinopel maassgebend gewordene recensionder LXX jetzt P. de Lagarde, Librorum neteris testamenti canoni-corum pars I p. VII—XV; über seine namhafteren schiiler s. Philostor-gios hist, eccles. II 14 f. (p. 484 Reading) mit Gothofredus’ anmerkungp. 83 ff. Die folgende Untersuchung ist im herbst 1886 niedergeschrie-ben, ich habe nur in den anmerkungen gekürzt. Inzwischen hat abbellatiffol im Compte rendu du congres scientifique international descatholiques tenu ä Paris du 1 au 6 avfil 1891 den gegenständ geist-voll behandelt und wahrscheinlich gemacht, dass die legendarischeVerklärung des heiligen von Arianischer Seite gefördert worden ist.Den einfluss der örtlichen Überlieferung, welche die Voraussetzungder sagenbildung ist, hat er nicht in betracht gezogen.
2 herausgegeben in Migne’s Patrol. gr. t. 114 p. 397 ff. nacheinem cod. Coislin. 145 des zehnten jahrh. Von den übrigen Pariser hss. verdient vielleicht noch die vormals Colbert’sche n. 1480 aus demXI jahrh. (f. 82 v —92 r ) berücksichtigung ; die Berliner bibliothek hatein exemplar in dem cod. Phillipp. 1621 saec. XII f. 119.
3 Euseb. h. eccl. VIII 13, 2 IX 6, 3 Hieronymus de uiris inl. 77Palladios dial. über Joh. Chrys. p. 99 ed. Bigot. Die zeit ergibt sichdaraus, dass Maximinus etwa im sechsten monat nach dem toleranz-edict vom 30 april 311 (Euseb. h. e. ix 2 oüb’ öXouc; 4iri pfjvcn; ...