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gibt es hievon Ausnahmen der Art, daß man auch inbevölkerten Gegenden fast Alles mäht; außerdem sindbeide nach den Früchten in abwechselndem Gebrauch,so daß manchmal in demselben Distrikte der Hafer ge-mäht, die übrige Halmfrucht geschnitten wird. DieSichel ist halbkreisförmig und ungezähnt, die Senstim Vergleich mit der anderer Länder klein, sie wirdfürs Getreide meistens mit einem Aufsatz (Gestelle oderReffe) oder auch nur mit einem Bügel oder einerGabel von Haselnuß-Nuthen versehen. Am Bodensee kann man selbst in einzelnen Orten sehen, daß dasMähen der Frucht mit derselben nackten Sense, wiesie sonst nur fürs Futter dient, ausgeführt wird. -
Gebunden wird bald in Mieden, bald in Rog^ 'genstroh. Die Garben sind sehr verschieden, im öst-lichen Jartkreis macht man sie meistens klein vo»15—20 Pfund, in anderen Landestheilen hat man stebis 35 und 40 Pfund. Das Aufsetzen derselben inPuppen, um sie erst nach längerer Zeit einzufahren,ist in der Regel nicht üblich; sobald die Frucht abge-trocknet ist, eilt man, sie in die Scheunen zu bringen,bei kleinem Grundbesitz auch sie auszudreschen und ZUGeld zu machen.
Die Unterbringung der Garben im Freie»unter Feimen ist nirgends im Lande einheimischund es sind nur einzelne Güter, welche hievon Be-spiele liefern.
§. 68 .
Das Entkörnen geschieht größtentheils mittelstdes Dreschflegels. In einer größern Strecke vo»Oberschwaben trifft man nebenbei für Hafer, Dinkel ,