Buch 
Beiträge zur Kenntniß der Württembergischen Landwirthschaft / Unter Mitwirkung mehrerer vaterländischer Landwirthe verfaßt von Karl Göriz
Seite
79
JPEG-Download
 

-8» 79 «S

§. 71.

Die erste Art ist bereits bei den Fcldsystemen-gewürdigt worden.

Die zweite Art wurde in den letzten 30 Jahrenbedeutend an Umfang geschmälert. Viele tausend Mor-gen solcher trockenen Höhcwiesen, welche jährlich oderuberö andere, wenigstens übers dritte Jahr gedüngtwerden mußten, wenn sie nicht im Ertrag Herabsinkensollten, wurden unter den Pflug genommen und dasCutter lieber auf den Aeckern erzeugt, so daß ihr Ab-hang nicht nachtheilig, ja wohlthätig geworden ist;nnmer noch gibt es aber deren in Menge. Zu ihnen darf"wn anch die Mähder, Holzmähder auf der Alb und inandern Distrikten rechnen, die nicht sowohl wegenschlechter Beschaffenheit, als wegen Mangel an DüngerUnd weil sie um der Weide willen nicht besser behandeltwerden können, bloß einen einzigen Schnitt für dieSense geben.

Die Verbreitung des Luzernbaues, wo solcher durchKlima, Boden und das Feldsystem zulässig ist, dürfteAufbruch von vielen trocknen Höhewiesen, die«ne regelmäßige Düngung nöthig haben, noch ferner-hin herbeiführen. Sicherlich würde man so von dergleichen Fläche ein ungleich größeres Futterquantum^zeugen. Es würde damit allerdings ein verhaltniß-*häßig größerer Arbeitsaufwand verknüpft seyn; alleinbieß kann bei den Verhältnissen, in denen sich dieMehrzahl der kleineren Grundbesitzer befindet, nicht inbetracht kommen, denn sie sind häufig in der Lage,*hre eigene Thätigkeit und die Kräfte ihres Gespannsnicht völlig nutzbringend verwenden zu können. Auch