Band 
Erster Theil.
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Muthes unter dem Widerspruch ^). Die Leidenschaft-lichsten unter den Priestern und Mönchen suchten dasVolk gegen sie in Wuth zu bringen; während der Geizig-sten einzige Sorge war, die Trümmer ihres bedrohtenVermögens zu retten. Als die von Grandson das ihrigein ausgelassener Lust zu verschleudern anfingen, gabFreiburg sich Mühe, ihnen eine bessere Haltung beizu-bringen ^). Doch dazu war der Augenblick nicht günstig,in welchem man nur von den Niederlagen der kaiser-lichen Armee und dem neuen Mißgeschicke Karls III.erzählen hörte. Der Kaiser hatte kein Mitleiden mit demunglücklichen Fürsten, und Franz I. beraubte ihn nochseiner letzten Besitzungen. Eben hatte man den Jammerdes Thales von Tarantaise erfahren, das weder durchseine Armuth, noch seine ländlichen Sitten vor demverheerenden Einfalle der schweizerischen und französischen Truppen bewahrt geblieben war. Dasselbe Schicksaldrohte dem Thale von Aosta , wenn es sich nicht schleunigergäbe. Welche nahe Hoffnung konnte man jetzt den-jenigen bieten, die alles von den Siegen des Kaiserserwartet hatten?

Um so kräftiger benutzte Bern diesen Augenblick fürseine Pläne. Es wollte verfahren, wie der König Hiskia ,und befahl seinen Amtleuten, auf ihrem Gebiete den Aber-glauben auszurotten. Die Amtleute zogen unter starkerBegleitung von Ort zu Ort, und warfen die Altäre um:die Gemeinden mußten auf eigene Kosten die Gegen-stände ihrer Verehrung zerstören. Zetzt blieb den Lau-

39) Bern . Archive. Welsche und Zeittmgs-Missiven. — Archive vonLausanne . — Lina. üe Lutrx. — Farels Leben. — SeineHandschrift!. Briefe.

40) Archive von Freiburg , von Estavayer.

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