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Dritter Band.
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OSWALD HEEK, BEITRÄGE ZUR STEINKOHLEN -FLOKA DER ARCTISCHEN ZONE.

BESCHREIBUNG DER ARTEN.

1 . (alaiiiites radiafus Brgn. Taf. I. Fig. 13.

Heer, fossile Flora der Bären Insel p. 32. Taf. I bis VI.

Es sind aus der Klaas Billen-Bai Spitzbergens nur wenige und undeutliche Stückedieser Art mir zugekommen, welche aber doch sie erkennen lassen. Fig. 1 stellt ein 35Millim. breites Stengelstück dar, dessen parallele Streifen stellenweise verwischt sind;die Knoten treten ziemlich stark hervor und scheinen rundliche, aber stark zerdrückteWarzen zu besitzen. Fig. 2 ist nur ein kleines Stück, mit teifen Längstreifen. BeiFig. 3 sind die Streifen viel dichter stehend, wie diess bei den Rhizomen des C. radi-atus vorkommt (vgl. Flora der Bären Insel Taf. V.), daher diess Stück von einemRhizom herri'iht.

2. licpidodendron Ydtliciiuianmu Sternb. Taf. IV. V. Fig. 3.

Heer, fossile Flora der Bären Insel p. 38. Taf. VIII. Fig. 17. IX. 2. a. 3. 4.

Von den zahlreichen Stücken der Klaas Billen-Bai sind auf Taf. IV. die am bestenerhaltenen abgebildet. Sie stellen Stamm- und Aststücke verschiedenen Alters und in ver-schiedenen Zuständen der Erhaltung dar. Fig. fi ist ein junger, gablig getheilter Ast,der mit stark zusammengedrückten Blattnarben bekleidet ist. Sie sind länglich rhom-bisch, wie bei den Zweigen von Hainichen und von der Bären Insel. Die meisten Blättersind abgefallen, doch einige erhalten. Sie sind 1015 Millim. lang, aber nur circa 1Millim. breit, linienförmig und vorn zugespitzt.

Die Rinde ist am besten erhalten bei Fig. 2. Die Blattwülste haben eine Längevon 67 Millim., bei einer Breite von 3 Millim.; sie sind länglich elliptisch und habenihre grösste Breite in der Mitte; sie sind von einem aufgeworfenen Rand umgeben.Das Schildchen ist in der Mitte indessen meist verwischt. Mit diesem Stück stimmt sehr wohl Taf. V. Fig. 3. dessen Blattwülste etwas grösser aber von selber Form sind. Aehnlich ist Taf. IV. Fig. 3, doch ist hier die äusserste Partie der Rinde abgerieben.Es stellt den Abdrück eines Rindenstückes dar, dessen Blattwülste in der Mitte von einerLängfurche durchzogen sind. Bei Fig. 1 sind die Blattwülste etwas weiter aus einandergezogen und etwas schmäler; die Zwischenräume sind am Stein abgeschliffen. AehnlicheStücke hat Sciiimper in seinem Werke über die Carbonpflanzen der Vogesen Taf. XXIII.abgebildet.

Eine innere Rindenpartie stellt Fig. 4 dar. Die in regelmässige Reihen gestelltenWarzen sind ganz flach, treten kaum merklich hervor; sind in die Länge gezogen undsind oben mit einem ganz seichten Längeindruck versehen. Ein ähnliches Stück, nurmit stärker vortretenden Warzen, habe auf Taf. VIII. Fig. 4 der Bären Insel Flora dar-gestcllt.

Fig. 5 ist aus dem Innern des Stammes, der in Steinkohlen verwandelt ist. DieLängstreifen deuten wohl die Gefässbündel an, deren Verlauf aber nicht zu verfolgenist. Ganz ähnliche Stammstücke hat Sciiimper (1. c. Taf. XXIV. u. XXV.) abgebildet.