viele Jahre mit -en Jatmern, und sein Vater sei als solcher über dem Rheinjusti'fizirt worden.
z) Der Mezger - Jacob, gebe fich für einen Mezger aus, feye Z4 Jahr alt, 5 Fuß6 Zoll groß, habe schwarzbraune Haar, ein glattes saubere« Gesicht, und großeNase; trage einen dunkelblauen Rok, schwarz lederne Hosen, Schuh und halbGamaschen oder Schlauten von Barchek, wie die Mezger.
4) Joseph, auch Sessel genannt, ein Baier, 6 Fuß z Zoll groß, mit schwarzenAugen, schwarzbraunen Haaren in einem Zopf, stark und sauber; trage einenblauen Ueberrok, Stiefel, schwarze manchesterne Hosen und eine Sakuhr, seyeZo Jahr alt.
§) Hanns, such ein Baier, wahrscheinlich Bruder des vorstehenden, 40 Jahr alt,6 Fuß groß, etwa« mager, mir schwarzen Haaren in einem Zopf, gehe gekleidetwie ersterer, außer daß er gelblederne Hosen trage. Beide lezkere geben sich nebendem Stählen, auch mit Betrügereien, als Geisterbcschwören ab.
6) BanZ'Httss, aus dem Ulmischen gebürtig, 46 bis 48 Jahr alt, 5 Fuß 9 Zollgroß, diker Postur, mit langlechtem Gesicht und Kinn, blauer Augen, schwarz^brauner abgeschnittener Haar, spreche die Ulmec Mundart, trage einen grnnlech-ten Ueberrok, schwarzlederne Hosen und Stiefel; er seye unter dem SchwäbischenCreis, Kontingent gestanden/ gebe vor, die Leute zu lehren, falsch Geld zu machen,ihnen geheime Bücher anzuschaffen, Geister zu beschwören, und Schäze zu erhe-ben, unter welche« Vorspieglungen er viel« leichtgläubige oder gewinnsüchtigeLeute betrüge.
Von gleicher Art ist
Joseph Binder / vul§o Naßgieser, -er schon L oder Mal desertirt ist, undwirklich wiederum als Falsch, Münzer, mit seiner Gesellschaft die Leute betrügenwird. Läuft mit seinem Schwätze dem Franken Jacob meistens herum.
Merkur vom Kosten Januar igsr. dllro. rr.
Altdsrf im Schwaben. In der Nacht vom 48 sten auf den ä^stm Christ»Monat des lezt abgewichenen Jahrs, wurde der bürgerliche Seifensieder Bau-mann, des hiesigen Flekens Altdorf, sammt seiner einzigen Tochter, schlafendüberfallen, und durch Beibringung tödlicher Schläge, mehrerer Messerstiche, undendlicher Ertroßlung mit Striken, aufs grausamste ermordet. Die bereits biszur moralischen Gewishsi't erhobenen Jimzüchten l-.'z?ichneN als Urheber diesergräßlichen, noch mit Raub bekleideten Mordthat, einen sichern Heinrich Müller/angeblich aus Königsberg in Preußen gebürtig, der vorhin bei dem Entleibtenals Seifensieder-Gesell in Arbeit stand; die leztern Wochen aber, sich unter dernehmlichen Eigenschaft bis den rgsten December in der Reichsstadt Memmingen aufhielt. Das Ungeheuer dürste kenntlich machen der nachstehende, theils auSder deponirten Rükerinnerung des neben ihm gestandenen Dienstgesind/s, theilsaus der Aussage eines Mannes, der ihn Noch am aMn December früh Morgenssah, so genau als möglich zusammen gefaßte Persons-Beschreibung: dieser
Heinrich Müller nehmlich ftye ungefähr r7 Jahr alt; mittlerer, dochdurchaus proporkionirter Statur, vollen, gesmrdfärbichten schwarzbraunen, gehupf-ten Angesichts, mit mäsig hervorstehenden Bakenbemc; nicht merklich starkemBark, und etwas aufgeworfenem Mund, das von Flöten blasen herkommen möge;er habe große etwas tiefliegende schwarze Augen; kurze, gleichfalls schwarze, nacheinigen Aussagen schwükzbraune / abgeschnittene, ohne besondere Aufkrausimg,immer gerade und starr herabhangende Haar, auch gleichfarbigte Augbraune. SeineKleidung bestehe in einem dunkelblauen, schort etwas abgennzten, an den Vorder-theilen stark zurükgeschnittenen Rok, mit Aufschlägen, gleichen Knöpfen, und
einem