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Beschreibung derjenigen Jauner, Zigeuner, Strassen-Räuber, Mörder, Markt- Kirchen- Tag und Nacht-Dieben, Falschen Geld-Münzer, Wechsler, Spieler und andern herum vagirenden liederlichen Gesindels : welche zum Schaden und Gefahr des gemeinen Wesens theils in Schwaben, dann in der Schweiz, Baiern, in der Pfalz, am Reinstrom, Boden- und Zürcher-See, Frankreich, Tirol, auch noch in andern Ländern, würklich noch herum schwärmen, und von der dahier von 1798 bis 1799 in Verhaft gelegenen hienach benannten Jauner- und Mörder-Bande, währenden Inquisitions-Process mit grosser Mühe entdeckt- und beschrieben worden. Nebst einem Anhang der aus dieser Gesellschaft hie und da hingerichteten, oder natürlichen Tods gestorbenen Erzjauner und Dieben / Auf öfteres und dringendes Anverlangen, besonders von Auswärtigen Justiz-Aemtern, auf eigene Kosten, zum wahren Wohl der so höchstnöthigen allgemeinen Sicherheit, als dem edelsten Kleinod eines Staats, annoch zum Druck befördert, von Georg Jacob Schäffer ; Sulz am Nekkar
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Seite
81
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SiüM kochest Kraget einem gelLmekkrten GiLet ; einem doppelten- Merßens Ibisübers Kinn gebundenen weis und blau gedupften Halstuch; graue- oder vielmehrgn'mlechten Pantalons von Biber, ohne Seiten-Knöpf, nnd mit Bindeln gebun-den, die aber den rasten Früh von unken bis oben am linken Fuß aufgefchkizt anihm gesehen wurden; dann habe er weift Strumpf mit blauen Streifen, schwarzspiZige Bindelschu/ und euren runden Hut mit einer hohen Gupfe getragen; aucheinen großen schwarzgesirömten Mezgerhund die leztern Tage mit sich geführt.

Nach dem Lösten Stük der teutschen National - Zeitung S. 1058- wurde dieserMörder, der Friedrich Wilhelm Rund heißt, in Sachsen arrerirt, nachAlrdorf ausgeliefert, und im Occbr. tgoi. vom Oberkriminalgericht dahin ver-urkheilk, daß derselbe g Tag nach einander eine Stund auf einem öffentlichen:Gerüste mit der Inschrift: Raubmörder auf der Brust zur Schau ausge-stellt, sohin mit 52 Stokstreichen gezüchtigt , und mit der jährlichen Wiederho-lung dieser Straf am Tage des verübten Verbrechens, mit dem langwierigim Lten Grade vierzigjährigen schwersten Gefängnisse gestraft werden solle.

Merk-b von 1798. b^ro. rz. Z 7 »

Ein großer Betrüger, der sich für einen Handelsmann ausgebt-Md bald als Ludwig Httber und Compagnie von Bischofs Zell, bald als MichaelMüier und Compagnie von Skeinegg, in denen mit Handelsleuten getroffenen:Contracken sich unterschrieben hat, vaqirt dermalen mn- und außer Lands herum,sucht besonders die Handelsleute auf die feinste Art zu hintergehen, und hat wirk-lich eine beträchtliche Parchie Waaren in Freibnrq fa! chlich ausgenommen; bezahlt-wo er übernachtet nie keine Zeche, und nimmt auch mit- was er in der Stube.

beim Weggehen noch heimlich erwischen kann.

Vor dieiem Betrüger, det

Mich und ZQ Jahr alt, nnd mittlerer Statur ist, ein blamruarbigkes Angesicht/aufgeworfene Lippen, schwarzgebrochene Zahne, eins großgebogene Nase unk»blonde Haare hak- einen dunkelblauen Nok, ein scharlachrotstes kameelhaareneSgestreiftes Gillet, graue lange Reithosen und Stiefel, auch eine Pel-kappe miteinem langen Fuchsschwanz getragen, und ein Weib und ein kleines Kind mitsich führt.

Sulz» Der in disseirigek dem Schwäbischen Merkur b^ro. 2Z. ängehaügte»Schwäbischen Chronik, Seite 48. beschriebene große Betrüger soll nach heuteeingeloffenen sichern Nachrichten Zstcdarias Gvengker heiffen- und von St. Gallengebürtig seyn, sich aber mehrtnkhsils in Graubündten aufhalten. Dieser Betrügethat- wie in vielen ausländischer: Orten auch zerschiedtne Handlungehäuftr m denHerzoglichen Landen als Associe des Hanfes Ringst und Compagnie aus Roschach-deö Hauses Imhof und Compagnie in Aarau , und als Sohn des Herrn TobiasHutterö in Schaafhausen, auf die ernvrmste Weift betrogen; die Herren MartinSpengelin Nnd Compagnie in Lindau für die Spediteurs seines Hauses ausgege-ben - viel Rühmens von dem Häuft Schelling in Schafhauftn - als in wachseGegend Spengler ebenfalls sehr viele Leute betrogen, hie und da gemacht, beftn.bers aber bei vielen Handelsleuten dadurch Eingang gefunden, daß er alle Bekannte-Freunde und Verwandte in jedem Orr akkükar anzugeben wußte- nach welchendieser oder jener Handelsmann sich genau erkundigt hat- Nicht weniger ist erjedem Wirth, bei denen er logirke- die Zeche schuldig verblieben»

Da Mtt dieser ausgekernte Betrüger dem gemeinen Wesen weit gefährlichstals der grösis Jänner ist- so wollte mau nicht entstehen, obige erhaltene Nachrichthier annoch »achzuhohlen, mit dem Anfügen, daß es sehr zu wünschen wäre, daßauf diesen gefährlichen Menschen, der auch eine prächtige goldene Uhr- die n Tagelang ummfgezogm fortlaufe- bei sich führet, auf ein neues genau gefahndet-

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