Buch 
Hestia-Vesta : ein Cyclus religionsgeschichtlicher Forschungen / von August Preuner
Entstehung
Seite
376
JPEG-Download
 

376 AENEAS ODER LATINUS.

andern nennt Aeneas die Stadt nach seiner Frau. 1 Nachnoch andern sind die Söhne des Troers Stadtgründer. 2 wieder

*

Gefangene sind, welche die Schiffe ihrer achaeischen Herrn anzünden,bei Aristoteles (a. a. 0. und bei Plut. qu. Rom . 6.) vgl. V. Rose, Aristot.[nach ihmj pseudepigr. p. 540 sq, und hei Heraklides Lembos (um130 v. Chr.). S. Festus p. 269 Romam; Solin . 1, 2; Serv. V. Aen.I, 273. Auch nach Ti maeos war Aeneas Gründer Roms. S. Mommsen,röm. Chronol. S.-136 A. 254. Bei Ps.-Lykophron (Alex. 1226 ff.) vereinigtsich Aeneas in Tyrrhenien mit Odysseus , sowie mit den Söhnen vonTelephos, Tarchon und Tyrrhenos, und gründet sodann im Lande derBoreigonen (Aboriginer) 30 Burgen.

1 Pint. Rom . 2: Y/X/oi di 'Pn'u^ vlr uZou Puyarrnrt y.ru Arvynzn'az . olde TtjKifOV, tov H(iaxZ(ov$, Alvtia yafojfretoar i nur nur; Xh'aPu; rrj noXn.

Serv. zu Yerg. Aen. I, 273: Clinias refert Telemachi filiam, Romennomine, Aeneae nuptam fuisse, ex cuius vocabulo Romam appellatam.Dieser Clinias darf nicht mit 0. Müller in dem Galitas des Festuswieder erkannt werden wollen. S. u. S. 379 A. 4.

2 So nach Kephalon aus Gergis oder vielmehr Hegesianax ausAlexandria in Troas (um 540 d. St. = 214 v. Chr.; s. Schwegler, r. G. IS. 302 f.}, der Aeneas in Thrakien sterben lässt, ihm aber vier Söhnegibt, Ascanius, Euryleon, Romulus , Romus, von denen der letzte dieTrojaner nach Latium führt und Rom gründet (Dionys. I, 49; 72. Ygl.Schwegler S. 401 A. 8). Viele Hessen nach Agathokles (Fest. p. 269.Vgl. Schwegler S. 401 A. 10) Aeneas in Phrygien sterben und von dortRomus nach Italien ziehen. Nach andern sind Romus und Romulus Söhne des Aeneas von der Kreusa und gründen mit 2 Söhnen HektorsRom (Schob zu Lykoph. bei Tzetz. Lyk. 1226), während wir wieder vonandern, wie Agathyllos, Demagoras nur hören (Dionys. I, 72), dass sieRomulus einen Sohn des Aeneas nennen, wozu Agathyllos, ein arka-discher Dichter, noch fügt, er sei in Hesperien erzeugt. Merkwürdigaber ist besonders die Angabe (Plut. Rom. 2), Romulus sei Sohn des Aeneas und der Dexithea gewesen, der Tochter des Phorbas, und mit seinem Bru-der Romus als kleines Kind nach Italien gekommen; im angeschwollenenStrom seien sodann die übrigen Schiffe zu Grunde gegangen, nur dasSchiff, in dem Romus und Romulus waren, sei unge-fährdet ans Ufer getrieben und so gerettet worden.

Zweifelhaft nach jeder Seite hin ist die Notiz bei Festus p. 266:Apollodorus in Euxenide ait, Aenea et Lavinia natos Mayllem, MulumRhomumque atque ab Rhomo urbi tractum nomen. Niebuhr, r. Gesch.I S. 203 hält diesen A p o 11 o d o r für den Komiker von Gela, MenandersZeitgenossen, indem er übrigens nur sagt, er habe Romus Sohn des