Hingegen sprach Graf Rudolph von Nidau , zu den ungs«duldig harrenden Freyherren und Grafen, „dieser Feind„wird sich immer finden lassen. " Er hatte bey dem Her,zog Albrecht von Oestreich ein Heer Berner mit einemWald von Stacheln verglichen; der Herzog sprach, ,.der„Nidauer doch zaget vor keinem Feind;" worauf erschwur, „heut Nidau und nimmer; Leib und Gut verliere„ich, ich will es aber theuer verkaufen^)." So warn.te der Nenner Fülistorff, aus Freyburg; als ihm Furchtvorgeworfen wurde, sagte er, „Meiner Stadt Banner„will ich aufrecht halten, bis ich selbst falle; eures„Trutzes werdet ihr nicht froh werden."
Erlachs Erlach, da er viele ungeübte Mannschaft hatte,
Grundiatze, wollte der feindlichen Kriegsmanier keine schweren Wen.
düngen entgegensetzen (die Miliz verwirret sich in sei.cher Kunst); er trachtete das Volk möglichst anzufeuern,um seine Starke unendlich zu vermehren, und alle Künstedes Feindes durch herzhaften Anfall irre zu machen- Inallen Kriegen, deren Führer er war, pflegte er die Ord-nurig auf das Genaueste zu beobachten, straks aufzuma-schiren, und nie dem Feind den Rücken zu zeigen- Die.ses war seine Manier, und geziemt -der Schweizerischen Gemüthsart, unseres Landes Natur und unsern Kriegen^).
Es ist ein großer, allzu verabsäumter Theil derKriegskunst - ihre wenigen allgemeinen ewigen Grund-sätze nicht nur (wie geschieht) auf die verschiedenen Was.
6Z) Diese Unterredung wurde wohl gehalten, als Albrecht, nichtlange vor dieser Zeit, nach Königefeideu kam und mit Ag-nes «vKOli» terrse ämputsbru, Leo-. 1ZZ-7.
«4) Diese und ähnliche Anmerkungen waren für die alte Schweiz berechnet; doch ist von der Erfahrung bewiesen, daß auch mgrößer» Heeren und'gelehrten! Kriegen sie etwa vergessenworden; der Krieg war seit einem halben Jahrhundert allzu-sehr in Maschinerie ausgeartet.