ig- II. Buch- Drittes Capitel.
In denselbigen Tagen als die Macht vor Thun lag,wurden sie durch den Freyherr« von Kramburg einesUnternehmens der Freyburger gewarnt: Ellerbach, daer die Belagerung von Thun vernahm, zog »»erkundigetbis an den Sulgenbach, welcher fast an der Stadtmauervon Bern fließt. In dieser plötzlichen Gefahr thatendie alten Männer, was in dem Jahr nach dem Unglückbey Leuktren die Greise der Lacedamonier.- in Erinnerungihrer Jugend bewaffneten sie die zitternden Glieder, undschlugen den Feind von der Stadt, noch ehe von Thun die Mannschaft wiederkam^). Bald nach diesem schreck-ten die freudigen Reden des Scharfrichters die Schaarender feindlichen Ritter vor dem Angrif des GrÄihages zuAllmädingen, welcher vierzig Berner bedeckte s°b). Beyso verschiedenem Kriegsglück der Parteyen wurde das ge-meine Wesen in seinem Aufwand von solchen unterstützt, anwelche niemand etwas fordern konnte ?'); der Feind warin solchen Gcldnöthen, daß die Grafen vom Hause Grey-erzdenZoll vom Vieh, die Wage für Butter und Kase^)
So) Handschrift, 32 .
sod) Daß dieser Scharfrichter vielleicht ein Fleischer, Veumrvon Metzgern, war, ist bey einem andern Anlasse bemerktworden. War summus csrnikex (Oberküchenmeister, I« grsnUHueux) nicht in altern Zeiten eine Hofwürde in England(Hos eben, io»o)? Man kann zeigen, daß dieses Wort ^für Fleischer gewöhnlich war (dü Cange in voc«; Brau-denburgische Urkunden bey Pelloutier sur Sogisis'X, in lle 1'^vsä. Ue Serlin 1753). Doch entehrte
der Scharfrichter nicht, da in Dchmgerichten jeder FreysclMsich gefallen ließ, Henker zu seyn (Münster Kvsmogr. imdritten Buch).
sr) Revers der Stadt gegen Rigisberg, wo derPropst ihr für diesmal seine Leute zu tellen (besteuern) er-laubt, 1338 .
S 2 ) Urkunde Peters (des Bruders Johannsen von Montsal-vanö 28 ) denen von (Sanen: anfangs Eies
silien; altes Wort für Wasserfalle) «e inter änos sienUr»- ^(Bache), rs4i- Der Zoll (venö»«, ws vsnäe?) war