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2/1825 (1825) Von dem Aufblühen der ewigen Bünde / durch Johann von Müller
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196
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,Z6 II. Buch. Drittes Capitel.

ist, nach der allgemeinen Erfahrung, nicht möglich,Staaten, die nicht wollen, ohne Gewalt zu Friede zubringen und je künstlicher die Rechtsgange einge.richtet sind, um desto mehr verrathen sie eine kranke Eid.genossenschaft, welche von Arzneyen lebt.

Rudolf und Jacob, Söhne Rudolfs Grafen zu Ni.bau (väterlicher Tapferkeit nachmals würdige Erbenwaren unmündig; ihre Anverwandten vorn Hause Welsch,neuenburg zu schwach zu Vertheidigung ihrer Herrschaft,und sie trugen billig Scheu dieselbe einem ausländischenFürsten anzuvertrauen. Da bewogen sie, durch Ver.mittlung des Bischofs von Basel Johann Senns vvnMünsigen, Rudolfen von Erlach, den sie einen so from-men als tapfern Ritter wußten, über Nidau und überdie verlassene Jugend ihrer Vettern die Vormundschaftwieder anzunehmen »8). Der Tag bey Laupen ist glan.zend, diese Urkund seiner Tugend ist größer; denn Kricgs-glück ist meist bey dem Geschicktesten, solches Vertrauenkommt keinem als dem Besten zu- Erlach hat mit vielenTausenden gemein, daß er in Schlachten gesiegt, aberich weiß nicht, ob einem andern Kriegshelden frcywillig,und wie ohne Mißtrauen so ohne Reue, die Söhne undHerrschaften des erschlagenen feindlichen Feldherrn an-vertrauet worden sind. Auch bewiesen Peter von Aar>

56) Gott sey vor, daß Ich bürgerliche Kriege entschuldige; eswird von« dritten Buch an gezeigt werden, wie durch einfachewürdige Gesetze diese Graue! der Eidgenossenschaft vermiedenwerden konnten.

5 7 ) Rudolfs Geschichte wird vorkommen; Jacob wurde i 3 zv inder Schlacht bey Pviliers erschlagen.

os) Dieses geschah kaum in der dritten Woche nach dem Sieg beyLaupen , am vierten Heumonat 122s: S. den Lehenbriefan dasHochstift Basel wegen streitiger Wiesen undGarten zw. Biet und Nidau , is. März, 1244; Erlach nenntsich tutexr äu clit I»»n A,;»ril' komiu« lle RiUau. Lateinisch:tttwr vt Anderuator nodillum puerorum cle R., Urk. 1242 .