379
Bergwerksmaschinen.
«inen zu hohen Kranz besitzt, und bey dem das Wasserzu tief einfällt, erlaubt der Kraft nickt, den größtmög,lichen Effekt zu leisten. So hat man auch, um nochein Beyspiel zu geben, keinen sonderlichen Effekt zu er-warten, wenn man ein obcrschlächtiges Wasserrad soAnrichten wollte, daß es zugleich als Kropfrad mit-wirken soll, indem man das Wasser zu einerley Zeitober- und unterschläcktig darauf fallen läßt; s. Effektder Maschine, Aufschlagwasser und Was-serräder.
Eben so darf auch der Kraft der Maschine bey derAnordnung derselben nichts im Wege stehen, das dengrößtmöglichen Effekt verhindern könnte. Ist ein ober-fchlächtiges Kunstrad noch so gut gebaut, und die übn,gen Theile des Kunstgezcuges sind schlecht eingerichtet,so erwartet man vergeblich den größten Effekt von derKraft. Eben der Nachtheil würde sich auch bey einerWassersäulenmaschine zeigen, wenn man dieEinfallsröhren derselben sehr flach, etwa unter ei-nem Winkel von 20, go, 40 u. s. w. Graden führenwollte. Sie müssen der feigern Lage so nahe als mög-lich kommen ; denn das Wasser drückt auf eine Flächenicht nach seiner Menge oder nach der Länge der Röh-ren, sondern nach der feigern Höhe.
Durch genaue Beobachtung der letztbeschriebenenRegeln wird eine Maschine allemal so angeordnet, baßsie mit Anwendung der geringsten, Kraft den größte»Effekt in der kleinsten Zeit hervorbringt, oder daß dieseKraft daö größte mechanische Moment äußert. Unddann erst hat die Maschine ihre größte Vollkommenheit.Da nun die Kraft gewöhnlich mit Geldaufwande ver-knüpft ist, so muß es eine der ersten Pflichten des Ma-schinen-Erbauers seyn, jene Vollkommenheit so weit zuverfolgen, als es daö Lokale und andere auf die Ma-schine Einfluß habende Umstände nur irgend erlauben.Oft aber ist auch die Kraft, welche nichts kostet, sokärglich vorhanden (z. B. Wasser), daß man bey derAnwendung derselben mit der äußersten Sparsamkeit zu