Band 
Erster Theil. A-D.
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Bleyerne Röhren.

Seil geht um eine Scheibe, und hat ein Gegengewicht,welches so schwer seyn muß, als Kraft erfordert wird,den Bleuel zu heben ; s. Bleuel.

Bleuelschwinge istdievom Maschinendl'rek-tor Barrels am Harze vorgeschlagene Schwinge,welche bey Feldgestüngen statt des Bleuels gebraucht wer-den sollte; s. B l c u c l. Diese Schwinge ist groß, stark,und in der Mitte beweglich. Bey dem obern Theile istsie mit Dem Gestänge verbunden; der untere längereTheil aber wird von dem Krummzapfcn bewegt. Ineinem Schlitze der Schwinge geht der Krummzapfcn,und schiebt so die Schwinge statt des Bleuels von sichund nach sich. Wegen der großen Gewalt, welche dieBleuelschwinge auszuüben und auszustehen hat, mußsie mit eisernen Bändern wohl verwahrt seyn.

H. Calvör, Beschreib, des Maschinenwesens auf demOberharzr. Th. l. S. 43.

Bleuelstange, s. Bleuel.

Bleuelzapfen, Bleulzapfcn, Bläuel-zapfcn, nennt man zuweilen die eisernen Zapfen inden Pansterwellen; s. Pan sterni üh le.

Bleyerne Röhren. Diese sind zu Röh-re n lei tu ngen wegen ihrer großen Dauerhaftigkeitbrauchbar; sie geben aber dem Wasser einen üblen Ge-schmack und eine schädliche Eigenschaft, daher man sienur zu Springbrunnen und nicht zu solchen Röhrenlei-tungcn gebrauchen muß, von deren Wasser Menschenoder Thiere trinken; s. Röhre, Röhren und Röh-renleitung.

Die bleyerncn Röhren werden entweder gegossen,und diese können in einem Stücke sehr lang sinn, odersie werden geschlagen, d. i. aus Rollcnblcy verfertigt.In letzterm Falle werden sie zugelöthet, und diese pflegenkürzer zu seyn. Die Zubereitungsart solcher blcyernerRöhren ist folgende. Man hat große hölzerne Walzen