Elektrifirmaschine 109
durch alle Runzeln wegfielen. Diese Verbesserungbrachte eine 6 Mal so starke Wirkung als bei demgewöhnlichen Reibzeuge zu Wege. Damit nun auchdie negative Elektricität der positiven an Stärke nä-her komme, so gibt Herr van Marum noch fol-gende Einrichtung an. Ein jeder Reiher für sichwird von einer Glassäule getragen, die ihn isolirt,ohne, wie es sonst gewöhnlich ist, das ganze Gestellezugleich mit zu isoliren; dabei bedient sich denn unserNarurforscher der von Cuthbertson angegebenenVorrichtung, bei der positiven Elektricität die Armedes ersten Leiters horizontal, bei der negativen abervertikal zu stellen.
Diese Verbesserungen deS ReibzeugeS sind esnicht allein, worauf Herr van Marum jetzt seinAugenmerk richtete; auch mit der Maschine selbstnahm er Veränderungen vor. Statt der gewöhnli,chcn zwei Säulen, worin die Axe der Glasscheibeliegt, die vermöge einer daran befindlichen Kurbelmit der Scheibe zugleich in Umlauf gebracht wird,bediente er sich nur einer einzigen Säule mit einemverlängerten Gesimse, das zwei kupferne Pfannen hat,durch welche die Axe der Scheibe läuft und sich darindrehet. Die Lage der Reibzeuge ist horizontal, unddie gewöhnlichen Conduktorcn vertauscht er mit einerKugel von 9 Zoll im Durchmesser, welche vermögeeiner Kappe auf eine am Fuße der Maschine befe,stigte Säule gekittet ist. In dieser Kugel befindetsich eine Ape, um die sich ein metallener Bogendreht, der an seinen beiden Enden kleine Einsaugerbesitzt. Auf der andern Seite der Scheibe befindetsich ein ähnlicher Bogen aus i Zoll dickem Mcssing-drathe, welcher ebenfalls an den Enden mit kleinenEinsaugern versehen ist. Man kann ihn um dasEnde des Gesimses, worauf die Ape ruht, so drehen,daß die Einsauger an die Hintern Theile der Reib-zeuge kommen. Der erstere von diesen beiden Bogenist beständig isolirt, und der andere mit dem Erdbo-