Band 
Zweiter Theil. E-J.
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284 Feuerspritzen

eingerichtet. Zwischen zwei messingenen Platten wird«ine Anzahl lederner Scheiben eingeklemmt, die inTalge gekränkt sind. Man war sonst der Meinung,die Kolben würden desto weniger Wasser entwischenlassen, durch je mehrere Scheiben es sich durchpressenmüßte, um dem Drucke des Kolbens zu entgehen.Auch glaubte man, der Kolben würde sich von demungleichen Stande der Kolbenstange, wenn er naheam Kolben ein Gelenk bekäme, weniger aus der ho-rizontalen Lage verdrängen lassen. Allein von demallen geschieht gerade das Gegentheil; die schief ge-drückten Kolben verursachten, daß sich die Leder aufder einen Seite mehr abscheuerten, ale an der andern,und nachmals das Wasser noch viel ärger vorbcischlei-chen ließen. In der That gibt es auch Spritzen mitdieser Art Kolben, die das Wasser über den Stiefelsogar in die Höhe fahren lassen, und noch dazu we-gen der vielen Scheiben ein fast unerträgliches Rei-ben verursachen.

Es kamen darauf auch bleierne Kolben zum Vor-schein, die eine etwas hervorragende Scheibe von Le-der oder Filz halten. Hierzu gehören auch diejenigen,,'n deren Mitte ein völlig schließender messingener Cy-linder sich befindet, der oben und unten mit einer lc,dernen Scheibe bedeckt ist. Zwei eiserne Platten pres-sen die Scheiben an den Cylinder. Man hat abernachher eingesehen, daß nach der geringsten Abnutzungder ledernen Scheiben nicht nur das Wasser häufigherausfährt, sondern auch der Stiefel übel ausge-schliffen wird, wenn das Blei oder der metallene Cy-linder sich an seinen Wanden reibt. Auch glatt po-lirte Cylinder sind in Vorschlag gebracht worden,welche durch einen eben so fein ausgedrehten und aue-geschmirgcltcn Deckel in einen viel weitern Stiefeleingestoßen werden sollten. Bekanntlich wird abernicht immer das reinste Wasser zum Verspritzen inden Kumm gegossen. Alsdann können die Cylinder garleicht ihre feine Glätte verlieren, es kann sich bei lan-