Feuerspritzen 285
gern Stillstände der Maschine Grünspan ansetzen undin die polirle Fläche einfrcssen, wodurch Dt« schöneVorrichtung ruinirt wird.
Man erfand auch hölzerne, aus lauter Quadran-ten bestehende Kolben, welche wie die Rahmen in denHüttcngcbiäscn durch Federn an die innere Stiefel-flache angedrückt wurden. Ihre Gebrechlichkeit unddie unvermeidliche Verkostung der Stahlfedern magwohl, nebst der ungleichen Schwindung des Holzesim Trocknen, diesen Künsteleien den Beifall entzogenhaben, so sehr man auch die Reibung dadurch zuschwächen dachte. Nun erschienen auch Kolben, diroben und unten mit einem Rande von Kork einge-faßt waren, der sich seitwärts an den Stiefel an-schloß. Hiermit kommen diejenigen überein, welchemit einem ledernen Umschlage dergestalt umgeben wer,den, daß das Leder seitwärts mit der Fläche sich amStiefel reibt, und durch den Widerstand des Wassersdesto schärfer angepreßt wird, je heftiger der Druckist. Nun glaubte man Stiefel zu haben, deren Frik-tion sich nach dem Widerstände des Wassers richtete.Allein darin irrte man sich, die Anpressung des vomWasser ausgedehnten Leders war so groß, baß dieseStiefel unter allen wohl am schwersten gehen, undmit einer fast unüberwindlichen Hartnäckigkeit der be-wegenden Kraft Widerstand leisten. Bei andern hy-draulischen Pumpen und bei Luftpumpen sind sie un,streitig brauchbarer als bei Feuerspritzen; s. Kolben.
Diejenigen Spritzenkolbcn, die man heutiges Ta-ges am liebsten anwendet, sind auf folgende Art ein,gerichtet.
Man verfertigt eine messingene Platte ab, Taf.V, Fig. 5 , am Rande 3 Linien oder i Zoll und inder Mitte i Zoll dick. In die Mitte kömmt einOchr c, das \ Zoll dick und breit, und 2 Zoll hochist. Der Durchmesser dieser Platte ist 4 Linien klei-ner als der Durchmesser des Stiefels. Unterwärtsin der Mitte der Platte wird ein herabgehender run-