Förderung 353
von den Fahrschächten, Schürfschächten und Kunst-schach ken.
Förderstrecke. Dieses Wort zeigt eine Stre-cke oder einen Gang an, der wie ein Stollen angelegt ist.Man schafft in ihm die Erze oder Berge bis an den Füll-ort unter den Fördcrschacht.
Förderung, Ausförderung, oder För-dern iß, Ausfördcrniß. Hierunter versteht mandas Herausschaffen der Erze und Berge aus den Gruben.Man fordert entweder in Schachten oder in Stollen her-aus, und zu beiden Methoden sind gewisse Maschinen er-forderlich. Die Ausfördcrung durch Schächte bis anden Tag geschieht entweder mit dem Haspel durchMenschenhände, oder mit dem Pfcrdegöpel, oberauch mit dem Wassergöpcl (dem Kehrrade), oderendlich mit dem Windgöpcl. In Stollen fördertman mit Hunden, Karren oder Kübeln bis zumFüllorte des Förderschachtcs, oder bis auf die Stollen-halden; und eben so auf den Strecken, Orten, Stock-werken u. s. w. Die Wasferhebungsmafchincnrechne ich nicht hierher, obgleich sie ebenfalls Förderma-schinen sind; sie dienen zur Förderung der Grubenwas«scr; s. WasserhcbungSmaschinen.
Wenn man untersuchen will, ob die Stollenförder-niß vdcr die Schachtförderniß den Vorzug verdiene, somuß man auf folgende Umstände Rücksicht nehmen. Sinddie Stollen eben nicht lang, so ist die Ausförderung durchdieselben der Schachtförderniß gewöhnlich vorzuziehen,besonders wenn man zu letzterer keinen Wassergöpel an-bringen kann. Denn man erspart hierbei die Erbauungund Unterhaltung der Trcibkünste, die Kosten für dieTrcibscile, und öfters selbst die kostbare Absinkung undUnterhaltung der Schächte. Wenn aber die Stollensehr lang sind, so geht die Förderung mit Hunden zulangsam von Statten, jind folglich verursacht sie vieleKosten. Alsdann ist die Schachtförderniß oft wenigerkostbar, besonders wenn man zu der Maschine Wasser
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