haben kann. Bei einem großen und weitläufigen Berg,baue muß die Förderung gewöhnlich zu mehreren Tage-Lffnungen herausgehen, und alsdann gebraucht man da-zu sowohl die vorhandenen Stollen, als auch die Schäch-te. Uebrigcnö können auch andere Umstände eintreten,welche die Ausförderung entweder bei einem Schachteoder bei einem Stollen wirthfchaftlichcr machen; es kön-nen z. B. Schmclzhütten oder Pochwerke nahe amMundloche des Stollen liegen, und so eine Ersparniß anFuhrlohn bewirken. Man muß daher wohl überlegen,auf welche Art der ökonomische Effekt am größten ausfällt.
Eben so ergibt sich auch aus der Lage und den Um-ständen der Grube, welche von den Schachtförderungenman zu wählen hat. Rechnung oder wenigstens Erfah.rung muß man hierbei zu Hülfe nehmen; man muß be-stimmen, ob und in wie fern das auf den Bau einer Ma-schine zu verwendende Kapital sich vcrinreressirt, unddurch die, mittelst der Maschine bewirkte, Kostenersparnißwieder bezahlt; s. Effekt der Maschinen. Durchden Pferdegöpel und Wassergöpel kann eineviel größere Last und mit mehr G schwindigkcit herausge-fördert werden, als durch den Haspel, den Menschenhän-de in Bewegung setzen; auch sind sie viel weniger kostbar.Und wo hinlängliches Aufschlagwasser vorhanden ist,da wird man wieder keine Pfcrdegöpel erbauen, son-dern Wassergöpel, weil bei jenen die Unterhaltungdes Pferdes Kosten verursacht, welche dei diesen weg-fallen. Windgöpel sind am wenigsten brauchbar,weil der Wind eine zu unsichere Kraft ist. — Alle För,dermaschinen habe ich übrigens in den ihnen besonders zu-gehörigen Artikeln beschrieben; s. Hund, KarrcN,Kübel, Haspel, Pferdegöpel, Wassergvpelund Windgöpel.
Run noch ein Paar Worte über dieFörderungöma-fchincn unserer Vorältern, so wie wir sie von Agri-cola kennen gelernt haben.
Die Alten bedienten sich zum Ausfördern der Bergeund Erze zweierlei Arten von Haspeln, wovon sie die