Band 
Zweiter Theil. E-J.
Seite
355
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Förbervolk 355

eine Bet geringer, die andere Bei größerer Tiefe gebrauch,ten. Der erste war ein gemeiner zweimännischer Has-pel, der zweite ein zusammengesetzter Haspel mit demSchwungrads Mit diesen Maschinen hielten sie auchdie Wasser zu Sumpfe, und in allen Fällen Bedientensie sich dazu der hänfenen Seile ohne Ende. Der Kreuz-haspel und der viermännische Haspel mit doppelt geboge-nen Hörnern war ihnen noch völlig unbekannt. Sie hat-ten auch eine horizontale TretscheiBe, womit sie Berge indie Höhe zogen, einen Pferdegöpel, dessen Einrichtungvon derjenigen der unsrigen eben nicht sehr abweicht, undeine Roßkunst mit der Bremsscheibe, ebenfalls eine ArtPferdegöpel. Außerdem gebrauchten sie zum Fortschaf,fen der Erze über Tage Wagen, Schlitten, lebendigeHunde, Pferde und Maulesel. Jetzt haben wir eineMaschine, welche Hund heißt, und die ihren Namenwohl daher erhalten hat, weil man sonst statt derselbenwirklich Hunde zu eben der Arbeit anwandte. EinerBrustwinde bedienten sich die Alten zum Einhängen vonSteinen, Holz und andern schweren Lasten; s. Hän-gemaschine.

C. T. Delius, Anleitung zu der Bergbaukunst. Wien 1773. 8. S. 255 f.

Beschreibung der Förderungsmaschinen und Wasserhebzeu«qe der Alten, nach dem Lateinischen des Agrikola; inI. F. Lempe's Magdzin für dle Bergbaukunde. Th.XUl. Dresden 1799. 8. S. 94 f.

Förderungsmaschinen, Fördermaschi,nen nennt man alle diejenigen Bergwerksmaschinrn,welche zum Ausfördern der Erze und Berge au« denGruben gebraucht werden. Man findet sie in dem Arti,kel Förderung aufgeführt. Mit den Maschinen zumHerausschaffen der Grubenwasser, welche allerdings eben-falls Förderungsmaschinen sind, mache ich in dem Arti-kel Wasserhebungsmaschinen bekannt.

Fördervolk, werden die Bergleute genannt,die an dem Haspel ziehen, ober welche die Mineralienzum Füllorte oder zum Stollen herauefördern.

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