Band 
Zweiter Theil. E-J.
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Friktion

Bedeutet F die Friktion, und stellt man sich unterPQ die Gewichte vor, die einander das Gleichgewichthalten, nennt man ferner R das Gewicht in derWag-fchale; so hat man die Proportion 16 : 1 = F : R. UndF = 16 R. Der ganze Druck der Zapfen auf ihr Lagerwar P + Q + 3 Pfund, weil das Gewicht der Welle,welches 3 itz ausmachte, auch mit in Betrachtung gezo-gen werden mußte. Es war demnach P + Q + 3 fl> j«16 R das Verhältniß des Drucks zur Friktion. Fandsich nun bei den Versuchen, daß z. B. im Zapfenlagervon Messing die Friktion 4 Drachmen betrug (so vielman nämlich in die Wagschale legen mußte), daß da-her, indem P = o = Q, 16 R oder 16.4 = 64 Drach-men , und P -f- H -f- 3 td 384 Drachmen, so war

- fiü * 6 Drachmen = dem Verhältniß der Frik-tion zum Gewichte. Erhielt bei dem nämlichen Ver-suche der Zapfen Oel, so wurde R = 3, und deswegen

3 . 16 = 48 ; also = 8.

48

Auf diese Weise fand M u sschenb ro e ck, daß beiden erwähnten Metallen die Reibung § des Drucks be-trage, da sie doch sonst bei andern Materien i, auch wohlH dee Drucks ausmacht. Wir wissen aber, daß sie nochmehr verringert werden kann, daß man sie bis aufund auf eine noch kleinere Größe zu bringen im Stan-de ist.

Es ist auch ein nothwendiges Erfordcrniß, dieFriktion möglichst gleichförmig zu machen, und zwar so,daß sie bei allen Theilen nach gleichen Verhältnissenwirkt. Man macht z. B. wohl die Reibung geringer,wenn man die Zapfen schwach macht; allein bleibt derKörper, mit dem der Zapfen verbunden ist, das Rad,die Welle rc. zu schwer, nach Verhältniß dee Zapfens, sobleibt auch die Friktion stark, und ist dem Zapfen weitschädlicher, wie vorher. Denn «S entstehen nun große