Band 
Zweiter Theil. E-J.
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Fuhrwerke

bri ben Karren und andern Fuhrwerken zu empfehlen,sondern auch, weil sie eine größere Menge Speichen auf-nehmen können. Dünne und schwache Naben hingegenwerden durch die häufigen Löcher für die Speichen im-mer schwächer, so daß dadurch das ganze Rad leicht un-brauchbar werden kann, insonderheit, wenn es schwereLasten zu tragen bestimmt ist. Hat aber die Nabe ihregehörige Lange und Dicke, und wird überdies alles genaumit eisernen Ringen umgeben, so läßt sich die Stärkeund Dauerhaftigkeit eines solchen Rades sehr weil trei,ben. Damit aber auch die Felgen nicht von den Spei-chen selbst gespalten und aus einander getrieben werden,so müssen sie ebenfalls ihre erforderliche Dicke und eineweit größere Breite haben, als man ihnen gewöhnlichzu geben pstegr. Denn zu schmale Felgen erschweren dieBewegung, schneiden zu tief in den Boden ein, und ver,derben dadurch die Wege außerordentlich.

In England sah man zuerst den großen Nutzenbreitfelgiger Räder, hauptsächlich für Lastwagenein. Das veranlaßte daselbst auch bald ihre allgemeineEinführung. Aber auch in Frankreich kamen sie baldin Gebrauch. Hin und wieder ist ihre Einführung auchin Deutschland entweder gesetzlich vorgeschrieben, oderdoch durch allerlei Ermunterungsmittcl veranlaßt wor-den. Es ist ganz natürlich, daß Räder mit breiten Fel-gen den Transport sehr erleichtern müssen, nicht blos,indem sie auf allen Arten von Wegen weit leichter fort-rollen, sondern auch, indem sie die Straßen schonen,manche sogar noch verbessern. Während nämlich schwerbeladene Wagen mit schmalen Felgen (die ohnehin auchnoch mit hervorragenden spitzigen Nagelköpfcn versehensind) stark in die Straße einschneidcn; die Oberfläche desDeckmatcrials der Straßen durch tiefe Gleise trennen,worin sich bei Regenwettcr das Wasser sammelt; dasStraßenmaterial in kurzer Zeit zu Staub zermalmenu. dgl. m. ; so gehen die breitfclgigcn Räder wie Walzenüber die Oberfläche der Straßen hinweg, drücken daskleine vielleicht erst vor Kurzem aufgeworfene D«ckmate-