Band 
Zweiter Theil. E-J.
Seite
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476 Fuhrwerke

rial zusammen und bilden so nach und nach eine festeebene Oberfläche, durch welche der Regen nicht hindurch,dringen kann und auf welcher die Wagen mit LeichtigkeitHinwegrollen. Man spart hier dann so viel an Zugkraft,baß man, statt vier Pferden, nur drei nöthig hat;und bei denselben Straßen wird die Ersparniß der Un-terhaltungskosten von Sachverständigen zu 75 Procentangegeben. Da bei den breiten Felgen der Druck derLast auf eine größere Flache vertheilt ist, so nutzt sichauch das Eisenwerk der breiten Felgen weit langsamerab, als das der schmalen. Diese Ersparniß gibt man zu30 Proccnt an.

Auf gepflasterten Straßen wird das schmalfelgigeRad immer stark hin und her geworfeu ; stets gleitet esbald links, bald rechts ab. So fällt es in die Löcherund Gleise des Pflasters, und heftig stößt es an dieje«nigcn Pflastersteine an, welche sich unmittelbar vor demRade befinden. Daß solche Stöße und Erschütterungendem Rade schaden müssen, ist leicht einzusehen. Auchden Wagen selbst verderben sie und den Pferden gebensie harte Rucke. Natürlich muß dadurch der Zug sehrungleich und beschwerlich ausfallen. Ferner werden durchdas stete Abgleiten von dem Pflaster die eisernen Reifenoder Schienen der Felgen bald abgerundet, und dannzum Abgleiten noch fähiger gemacht. Daß das Pflasterselbst davon abgenutzt und verdorben wird, ist ebenfallsganz begreiflich. Bei den breitfelgigen Rädernfindet dies Alles nicht Statt; denn diese rollen wie eineWalze über das Pflaster, über Löcher und Höcker hin.Fuhrwerke mit breiten Felgen sind auch dem Umwer-fen weniger ausgesetzt.

Je schwerer der Wagen ist, desto breiter müssen na-türlich auch die Felgen seyn. Nach einer Vorschrift inBaicrn ist dies nach der Anzahl von Pferden, welcheden Wagen ziehen, auf folgende Art angegeben: