Band 
Zweiter Theil. E-J.
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Gefällt

Gefällcosfflcient, Abhang-coèffi-cient, Gefällzahl, ist die Zahl, welche, mit der Län-ge eines Gefälles multiplicier, die wahre Größe des Fal,Ics für eine und dieselbe Neigung gibt ; f. Gefalle,

Gefälle, Röfche, Rausch, Räusche, Ni-sche, Rüsche, Wasserlauf, Abfall, Abfalls,höhe, Neigung. So nennt man den Unterschied,um wie viel der Boden oder Grund cineö Flusses an ei-nem Orte tiefer unter der Horijontallinie liegt, als andem andern Otte; ober den Unterschied des Wasserstan-dee eines Flusses an zweien unter einander liegenden Or-ten. Man ziehe z. B. durch einen von beiden Ortendie Horijontallinie LG, Taf. VIII. Fig. 5., welche dieVertikalkinie durch den andern in G schneidet, so ist GIVIdas Gefälle. Das Gefälle finden, heißt Nivelli-ren, Wafserwägen.

Die Hauptursache der geschwindern oder langsa-mern Bewegung des fließenden Wassers ist die mehrereoder wenigere Abweichung seiner Oberfläche von der wah-ren Horizontallinie. Diese Linie ist ein Theil desjenigenBogens, welcher zum Halbmesser den Radius der Er-de, und zum Mittelpunkte den Mittelpunkt der Erdehat. Die Abweichung der Oberfläche eines Stroms vondieser Cirkellinie, oder das Gefälle stellt also die Ka-thete einer schief liegenden Fläche vor. Wo nun ein Ge-fälle sich ereignet, daselbst entsteht auch eine Bewegungdes Wassers, d. h. ein Strom. Die meiste Zeit gehtdieses Gefälle gan; gemächlich, zuweilen aber beträgt eseinige, auch wohl sehr viele Fuß; und dann wird es einW asfe r fa ll oder ein Wassrrsturz genannt.

Jetzt wollen wir elntnal über das Gefälle noch ge-nauere Beobachtungen anstellen. In Fig. 4, Taf. VIII.bedeute C den Mittelpunkt der Erde und AB È einenBogen eines größten Kreises; alsdann liegen die PunkteA, B, E von dem eben genannten Mittelpunkte gleichweit entfernt, d. h. sie liegen gleich hoch oder wagrecht.Nun sey ADF das Bett eines Flusses, oder sonst ein