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lengerinnes werden hier wohl nicht am unrechten Ortestehen.
Ehe man ein unterschlächtiges Gerinne aufs Papierzeichnet, muß man wissen, wieviel das Rad Wasser nö-thig hat, um in der möglich kürzesten Zeit die möglichgrößten Wirkungen hervorzubringen. Die lebendigeKraft verhält sich zur todten wie 9:4, wenn ein Radden besten Effekt leisten soll. Man berechne demnacherst die todte Kraft mechanisch, d. h. man bestimme dieKraft, welche an den Radschaufeln mit der zu überwäl,tigenden Last der Friktion des gesammten Räderwerksdas Gleichgewicht halten würde. Gesetzt, sie betrage,wenn das Wasser mit 18 Fuß Geschwindigkeit auf dasRad schießt, ioii£ Pfund, der Stoß wirke mit 379Pfund auf einen Quadratfuß der Schaufel, und dieSchaufelfläche sey — 6 Quadratfuß. Da nun der drit-te Theil der Geschwindigkeit — 6 Fuß, auf den Gangdes Wasserrades verloren geht, so bleibt für die Ge,schwindigkeit der Last nur 12 Fuß übrig; diese zeigen inder Silberschlagschen Tabelle 168$ ft Stoßkraft auf iQuadratfuß Schaufelfläche an. Nun ist die ganzeSchaufelfläche = 6 Quadratfuß, folglich wirkt dasWasser mit einer Kraft von 1011$ itz auf diese Fläche.Dies wäre denn die todte Kraft des Gleichgewichtes, wo,nach man die Maschine einzurichten hätte. Man machtdarauf die Proportion 4:9 — 1011$ jtz : x. x —
2 . ; i0 -. 1 ¥ = 2275$ jtz = der gesuchten lebendigen Kraft.
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Den Bruch kann man weglassen.
So groß nun diese lebendige Kraft befunden wird,so stark muß auch der Stoß des Wassers auf die Schau-feln des Rades wirken. Dieser Stoß erzeugt sich theilsaus der Geschwindigkeit des über den Fachbaum Herab-fließenden Wassers, theils aus der Weite des Profils.Beide Größen kann man durch Rechnung finden. InAnsehung der Geschwindigkeit läßt man das wenige demUntergerinne zukommend; gänzlich aus der Acht; denndurch dieses soll nur das Radwasser, wenn es auf die