§42
Gerinne
hi bezeichnet die Stelle des Schutzbreteö und heltiflist der Grundriß des Untergerinnes oder Unterfluthers.
Den Vorfluther oder Herd hingegen kann man nichteher zeichnen, als bis man weiß, wie viel er sich in gund m erweitern muß, um eine so große QuantitätWasser aufzufangen, als das Rad zum richtigen Um-triebe nöthig hat. Es ist nöthig, daß in gm so vielWasser eintritt, als unter dem Schutzbrete hinweg-fließr. Nun findet man die Wasserconsumtion, wenndie Profilöffnung der 10 Quadratfuß l Quadratzoll mitder mittlern Geschwindigkeit—n' 6" multipli«« wird.Sie wäre demnach H5js Kubikfnß in jeder Sekunde.Dieser Consumrion soll der Zufluß im Vordergcrinnegleich werden. Von den drei hierzu benöthigten Fakto-ren find nur zwei bei der Hand, nämlich die Höhe desWasserstandes de Fig. 7 . und die natürliche Geschwin-digkeit des Flusses oder Kanals. Werden diese beidenmit einander multiplicirt, und das entstandene Produktin die vorher gefundene Wasserconsumtion dividirt, soerhält man die Breite des Vordergerinnes gm Fig. 8.Gesetzt, es betrüge die Höhe des Wasserstandes 2 # 9"(Denn gy Fig. 7. ist deswegen nicht mitzurechnen, weildieser Theil des Stromes durch die Höhe des Fachbaumsdb aufgehalten und zurückgewiesen wird); es sey fer-ner die Geschwindigkeit des Stromes, die gemessen wer.den kann, 2 t Fuß in einer Sekunde. Beide multipli-cirt, geben y, und damit die Confumtion 115 divi-dirt, geben 16' 9'' für gm die Breite des Vordergerin,nes an.
Das vorhergehende Beispiel bezieht sich auf einPansterrad, welches vollkommen zwei Mahlgänge, de-ren Steine beinahe .5 Fuß im Durchmesser haben, trei-ben kann. Mehr Wasser ist zu einem Panster von zweiGängen nicht nöthig, und man wird auf diese Art alle-mal finden können, ob ein Strom bei gewöhnlichemWasser mächtig genug sey, die verlangten Dienste zuleisten. Bietet sich ein höherer Wasserstand an, so mußman die Stirn des Rades möglichst schmal anordnen,