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Geschwindigkeit
legen. Die hier beschriebenen Effekte verhielten sich alsowie Xv : rXv : Xrv uX. 2v. Auf diese Art hatman denn völlig Recht, wenn man den Effekt ber Ma,schine durch das Produkt der widerstehenden Masse, diesie im Beharrungöstande hat, erklärt. Denn wenn manüber die Größe der Wirkung einer Maschine urtheilt, sosieht man gewöhnlich auf nichts anderes, als auf dieGröße der widerstehenden Masse selbst, und zugleichauf ihre Geschwindigkeit; s. auch^Effckt der Ma-schinen.
Bei einerlei Einrichtung der Maschine, einerleiKraft und Last, wird ihre Geschwindigkeit allemal grö-ßer, wenn man die Hindernisse der Bewegung,vorzüglich aber die Friktion, durch bekannte Mittelzu vermindern sucht. Bei übrigens gleichen Uniständcnist die Geschwindigkeit der Maschine kleiner, wenn letz,tere aus niehrern einfachen Maschinen besteht,oder es ist, nach dem mechanischen Sprachgebrauch»',die Geschwindigkeit einer Maschine kleiner oder größer,je nachdem sie bei übrigens gleichen Umständen mehroder weniger übersetzt ist. Aus dem Grunde hängtdie Geschwindigkeit einer Maschine nicht nur von dendaran angebrachten Kräften ab, sondern auch von derEinrichtung und Trägheit der ganzen Maschine; unddeswegen ist der bekannte Ausdruck, daß man an derGeschwindigkeit der Last bei einer M'schine so viel ver,Uere, als man an Ersparniß der Kraft gewinnt, immernur unter gewissen Einschränkungen richtig.
Daß die Geschwindigkeit der fallenden Körper mit-telst der Schwerkraft sich in dem Maße vermehre,je länger sie gefallen sind, haben wir bereits aus dem Ar,tikcl Fall der Körper erfahren; s. auch Schwere.Wir wissen, daß ein Körper, der zwei Sekunden langgefallen ist, eine doppelt so große Geschwindigkeit erhält,als er am Ende der ersten Sekunde hakte, am Ende vondrei Sekunden eine drei Mal so große Geschwindigkeitu. |. w. Wenn daher in denjenigen Maschinen, wo manKörper von gewissen Höhen herabfallen läßt, um auf an.