Geschwindigkeit dcö fließenden Wassere Ó57
dece Körper zu schlagen, z. B. an den Rammen derRammklotz vier Malslhöhcr fallen könnte, so würde erdoppelt so viel Geschwindigkeit, und folglich so viel mehrKraft haben; um dreiMal so viel Geschwindigkeit zu be-kommen, müßte er neun Mal höher fallen. Denn zu je-nem Fall braucht er die doppelte, zu diesem die dreifacheZeit; und in diesem Verhältniß mehrt ßch seine Ge-schwindigkeit, in so fern man sie für einen bestimmtenAugenblick der Zeit seines Falles schaßt. — Man mußübrigens auch die folgenden Artikel mit hierher rechnen.
Geschwindigkeit der Kraft, s. Geschwin-
digkeit, Hebel und Kraft.
Geschwindigkeit der Last, s. Geschwin-
digkcit, Hebe! und Last.
Geschwindigkeit der Rader, s. Ge-schwindigkeit, Ràder und Wasserräder.
Geschwindigkeit der Ströme, s. Ge-
schwindigkeit des fließenden Wassers.
Geschwindigkeit der Thiere. DieseGeschwindigkeit kömmt vorzüglich mit auf die Stärkeund Größe der Thiere und auf den Widerstand an, densie zu überwinden haben. Wenn z. B. ein Pferd die ste-hende Wette eines Göpels, einer Roßmühle u. s. w. her-umtreibt, so schätzt man seine Geschwindigkeit nach derZeit, binnen welcher es in seinem Kreise ein Mal herum-geht.Die Geschwindigkeit eines Ochsen ist viel kleinerals die Geschwindigkeit eines Pferdes. Man kann in-dessen annehmen, daß jene zu dieser sich wie 5 zu 12 ver-hält; s. Kraft, Kraft der Thiere u. s. w.
Geschwindigkeit des fließenden W as-se rs. Das Wasser ist ohne Zweifel unter allen mecha-nischen Kräften die vorthcilhafteste; und in der Thatmuß man sich wundern, warum die Alten, sich'desselbenzur Bewegung großer Maschinen so wenig oder fast garuicht bedient haben. Wie häufig sind nicht die Gelegen-heiten, das Wasser in zureichender Menge und mit an-sehnlicher Geschwindigkeit auf das Haupkrad einer Ma-