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Entwicklungsgeschichte der Vorstellungen vom Zustande nach dem Tode auf Grund vergleichender Religionsforschung / dargestellt von Edmund Spiess
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Achtzehntes Capitel.

als von irdischen Stoffen zusammengewoben. Alle aber, welche,wie die Alexandriner^ eine höhere Daseinsform annahmen, eingeistigeres Fortleben, behaupteten die Entwicklung eines voll-kommneren Organs aus dem Leichnam. Statt vieler Belegstellen,welche die letztere Ansicht, die sich auf Joh. 12, 24 stützen kann,illustriren, führen wir nur Eine hier an, welche für unsre Zweckegenügen muß, da wir es mit einer eingehenden Darstellung derchristlichen Eschatologie hier ja nicht zu thun haben. Hieronymusschreibt in der Dp. 38 uck Daininasll. (S. 36):Oioit OriZsnss,ckuplissiu srrorsin vsrsari in soolssia, nostroruin st llasrsti-eoruin: nos siinplisss st pllilosareas ckissrs, «xuoä saclsm ossast sanZuis st saro i. s. vultus st insinbra totinscxns soinpaZsoorporis rssurZat in novissinig, ckis. Dlasrötisos vsro psnitnsst earnis st sorporis rssnrrsstionsin nsgars. Dstsingulis ssminibns rativ gnasäain g, Oso insita, guas lntnrasms.tsrig.8 in inscknllas prinsipiis tsnst. 8is st in rationsllnnianoruin sorpornin inansnt «puasclam snr§sncki antiguaprinsipia. st gnasi i. s. ssininariurn inortnornm sinn

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Diese geistigere Vorstellung von dem Anziehen eines neuenverklärten Leibes, welches seine Analogie in der Entwicklung desPflanzcnlebens hat (1 Cor. 15, 36 slg.), wurde namentlich vonder origenistischen Schule ausgebildet und vertreten. Wie vonder ersterbenden Pflanze, von dem in den Schooß der Erde ge-legten Saatkorn nur ein Keim bleibt, aus welchem unter demEinfluß des Lichtes und durch Aufnahme von neuen Stoffen(Jntussusception) sich ein neuer Pflanzenleib bildet, der ver-mittelst des Keims den Zusammenhang mit dem erstorbenen be-wahrt, und welcher in gewissem Sinne also noch derselbige, zu-gleich aber ein anderer ist, so bleibe, nachdem das menschlicheLcibesleben in seinem irdisch-elementarischen Bestände zerfallen,ein Keim desselben, das Feinste und Innerlichste, mit der Mög-lichkeit neuer Gestaltung zurück. Dieses eigne sich aus dem Wegeseiner Entwicklung die ihm entsprechenden Stosse an und entfalte