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Rückblick und Endergebniß der Untersuchung.
mit Sicherheit feststellen können, und weil sie zusammen ausEiner Wurzel entsprossen sind und zusammen über die Schwelledes unbewußten Seelenlebens in das Bewußtsein eintreten.
Wir sind uns der Bilder und Gleichnisse als solcher bewußtund wissen, daß nur in solch' symbolisch-mythischer Darstellung derInhalt des Glaubens zum Ausdruck gelangen kann. Wir wissenaber, wie werthvoll uns auch diese vorläufige, stückweise Erkennt-niß in Bildern und Gleichnissen ist. Ohne sie ständen wir aufdem trostlosen Standpunkte der Skeptiker mit ihrem resignirten(OioA. Imert. IX, 90. 91), d. i. ,,wir könnengar Nichts wissen und bestimmen". So lange wir im Fleischeleben, sehen wir die ewigen Dinge, wie ein Licht, welches durchGlasstein - oder Hornfenster in einen Raum fällt; Rort. äsuniina 6. 53: „vslut xor cornouin sxooular ollsolstior lux rsrunrsst." Vgl. auch meinen llioZos 8xsroa. aä. 1 Cor. 13, 12. DasLicht wird durch solche Media natürlich stark gebrochen, und derdurch sie Hinausschauende erhält nur ein trübes und gefärbtes Bildder auf der Jenseite befindlichen Außenwelt; aber doch weiß er, daßdie ganze volle Sonne scheint, wenn er ihre Strahlen und ihreWärme auch nur gedämpft und in noch so geringer Stärke empfindet.Nicht anders ergeht es uns mit der Ideenwelt, mit den über-sinnlichen Dingen; wir erkennen sie nur durch eine Hülle, welchedie Wahrheit nur theilweise durchscheinen läßt. Wenn aber der-einst jene Decke hinweggezogen wird von unsern Augen, wird unssich ein volles und tiefes Verständniß aufthun, und mit „auf-gedecktem Angesicht" (2 Cor. 3, 1) werden wir die Geheimnisse derEwigkeit schauen. Bis dahin aber ehren wir die Gleichnisse undBilder als die irdischen Gefäße, in welchen wir den Schatz derWahrheit tragen (2 Cor. 4, 7), und unser unvollkommenes Ahnen,unser vermitteltes und beschränktes Vorstellen ist uns ein Ab-glanz und ein theures Unterpfand der göttlichen Welt, welcheihre Realität, ihr Wesen und ihre Klarheit dereinst dem ge-blendeten entzückten Auge des Geistes ganz erschließen wird.
Es sind aber die Bilder der frommen Phantasie vergänglicheFormen der Idee, daß der Mensch fortlebe in einer Ewigkeit,welche mit dem irdischen Leben in Eins gewoben ist.
Der Leib hat nicht durch ein unendliches Streben ein Recht