Band 
I. Theil.
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Eiklkitüss,

verschmolzen mit der Geschichte des Erdballs selbst,oder doch seiner Oberfläche; die gröfste Ausdehnungaber, welche man allenfalls für den Zeitraum geschicht-licher Ueberlieferung annehmen darf, beträgt höchstensgegen Z weytausend Jahre vor der christlichen Zeitrech-nung; und doch umfassen Ueberlieferungen, <Jje aus derersten Hälfte dieses kurzen Zeitraums bis auf uns ge-Itommen sind, wieder nur einen äufserst kleinen Theilder Erdoberfläche. Der bey weitem gröfste Theil der-selben bietet nur Ueberlieferungen aus weit jüngererZeit; ja eine Hälfte der Erdoberfläche ist uns kaum seiteinigen Jahrhunderten bekannt geworden, und zumTheil noch völlig unbekannt.

Man wird aber, wenn man die eigentlich geolo-gischen Erscheinungen, die Urkunden die von derBildung der Erdrinde noch vorhanden sind, genauund frey von Vorurtlieilen betrachtet, sich sehr leichtund nothwendig überzeugen, dafs zu dieser BildungZeiträume erforderlich gewesen sind, mit deren Um-fang vier bis fünftausend Jahre historischer und fabel-hafter Ueberlieferung gar keine Vergleichung aushalten.Wenn in die Augen fällt, dafs Ein Jahrhundert nichthinreicht, eine Lage von Kalkstein von der DickeEines Fufses zu bilden, in welcher die Ueberbleibselmehrerer Generationen von Muscheln in feste krystal-linische Steinmasse verwandelt begraben liegen - x wennman Berge von der Höhe mehrerer Tausende von Fus­ sen mit diesen Trümmern organischer Geschöpfe, ebe-mahliger Bewohner der Meere, angefüllt findet; wennman die Oberfläche des Meeres jetzt Hunderte von Klaf-tern unter dem Fufse dieser mit seinen Erzeugnissenangefüllten Niederlagen wogen sieht ; dann wirdman keinen Zweifel an der Gröfse der Zeiträume auf-kommen lassen, welche zu Hervorbringung dieser